Main-Tauber-Kreis : Landrat gratuliert Dr. Christine Reuter zu Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

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Dr. Christine Reuter aus Bad Mergentheim ist am Freitagmorgen in Würzburg mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Hierzu gratulierte Landrat Reinhard Frank der Geehrten in einem Schreiben namens des Main-Tauber-Kreises, aber auch ganz persönlich. Ihr langjähriger Einsatz und ihr herausragendes ehrenamtliches Wirken würden durch die hohe Auszeichnung würdig belohnt.

Dr. Christine Reuter (60) aus Bad Mergentheim erhielt die Ehrung ebenso wie Peter Schöderlein (82) aus Dettelbach im Landkreis Kitzingen. Beide engagieren sich seit 1981 für Projekte der Entwicklungshilfe in Nepal. Wegen der einzigartigen Bergwelt besuchten beide vor vielen Jahren zum ersten Mal Nepal. Inzwischen ist dieses Land zu ihrer zweiten Heimat geworden. Heute reisen sie jährlich dorthin, um insbesondere den in großer Armut lebenden Menschen zu helfen. Dabei werden die Reisen von ihnen vollständig selbst finanziert.

Mit Vorträgen über ihre Expeditionen in Nepal im Verwandten- und Bekanntenkreis und bei sonstigen Anlässen sammeln sie seit 1981 Spendengelder für Hilfsaktionen. Diese Spenden kamen bisher hauptsächlich dem Bau und der Ausstattung von Schulen zugute, darunter auch eine Blindenschule, wurden aber auch zur Unterstützung betagter Tibeter verwendet. Damit leisten Reuter und Schöderlein für Nepal und dessen Bevölkerung sehr wertvolle Dienste.

Seit 2010 arbeiten sie regelmäßig mit der Deutsch-Nepalesischen Hilfsgemeinschaft (DNH) aus Stuttgart zusammen, von der sie als Freunde und Förderer hochgeschätzt werden. In Nepal stellen die Verbindungsbüros der DNH die Kontakte zu den Projekten her. Allein seit dem verheerenden Erdbeben in Nepal 2015 konnten Reuter und Schöderlein Spenden in Höhe von weit über 100.000 Euro nach Nepal weiterleiten.

Mithilfe dieser Spenden beschaffte die DNH nach dem Erdbeben unter anderem einen Geländewagen, um wichtige Hilfsgüter in unwegsame Bergregionen transportieren zu können. Dort finden nun regelmäßig mehrtägige, mobile Hilfe-Camps statt, die eine medizinische Basisversorgung ermöglichen. Im Bir Hospital in Kathmandu kann durch die Spendengelder eine Apotheke finanziert werden, die für die kostenlose medizinische Versorgung der armen Bevölkerung aufkommt und Medikamente für die Hilfe-Camps zur Verfügung stellt. Das begleitende Team aus dem Bir Hospital, bestehend aus Ärzten, Apothekern, Pflegern, Krankenschwestern und Assistenzpersonal, wird ebenfalls von der DNH mitfinanziert.

Nach dem Erdbeben war ein großer Teil der von der DNH betreuten Schulen zerstört. Auch dank der kontinuierlichen Hilfe und der großzügigen Spenden von Reuter und Schöderlein konnten inzwischen sämtliche Schulen wiederaufgebaut werden. Ebenso erhielten andere Projekte der DNH in der Vergangenheit Spendengelder, die von den beiden akquiriert wurden. Sie arbeiten auch mit der Nepalhilfe Beilngries e.V. zusammen. Unterstützt wurden mithilfe ihrer Spendengelder auch ein Kinderhaus in Lhubu, das von der Nepalhilfe Beilngries betrieben wird, und ein Hospital mit angeschlossenem Altenheim in Bhaktapur.

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

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