Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 22.02.2017

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TechLine / Pixabay

Nach Serie von Diebstahlsdelikten – Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 22.02.2017

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UNTERFRANKEN. Nach einer Serie von Diebstahlsdelikten sitzt seit Montag eine 29-Jährige in Untersuchungshaft. Die Frau steht im dringenden Verdacht, seit mehreren Wochen in unterschiedliche Gebäude eingeschlichen zu sein, um dort Wertgegenstände oder Bargeld zu entwenden. Hierdurch soll sich die Tatverdächtige eine regelmäßige Einnahmequelle verschafft haben.

 

Seit Anfang Februar 2017 ist es in Miltenberg vermehrt zu Diebstählen aus Geschäften, Büros und Aufenthaltsräumen gekommen. So wurde am 3. Februar aus einem Bekleidungsgeschäft in der Hauptstraße eine Damenjacke entwendet. Nur vier Tage später kam es zu Geldbörsendiebstählen aus einem Kosmetikstudio in der Winterheltstraße und aus dem Lehrerzimmer des Gymnasiums in der Martin-Vierengel-Straße. Am 8. Februar kam es offenbar zu einem Diebstahlsversuch in der Miltenberger Mittelschule in der Luitpoldstraße. Dort wurde eine fremde Frau angetroffen, die sich dreist als Lehrerin ausgab. Offenbar wollte sich die zunächst Unbekannte so Zugang in das Lehrerzimmer verschaffen. Es folgten ein versuchter Diebstahl aus der Sparkasse am 9. Februar und ein Ladendiebstahl am selben Tag aus einem Bekleidungsgeschäft in der Hauptstraße, wobei zwei Pullover entwendet wurden.

Nach dem Diebstahlsversuch in der Sparkasse kamen die Ermittler der Polizeiinspektion Miltenberg der 29-jährigen Tatverdächtigen auf die Schliche. Nachdem eine Mitarbeiterin die Frau in einem Büro überraschte, ließ sie sich den Personalausweis aushändigen. Die Zeugin notierte die Personalien und übergab diese später der Polizei. Schnell stellte sich heraus, dass die Verdächtige auch für die anderen geschilderten Fälle in Frage kommt.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen die Regensburgerin erhärtete, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am vergangenen Freitag Untersuchungshaftbefehl wegen Diebstahls im besonders schweren Fall in mindestens fünf Fällen in Tatmehrheit mit versuchtem Diebstahl im besonders schweren Fall in mindestens zwei Fällen erlassen. Der Vollzug des Haftbefehls erfolgte am Montag an der Wohnanschrift des Lebensgefährten der Verdächtigen im Landkreis Miltenberg.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Miltenberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Geprüft wird derzeit auch, ob die Tatverdächtige für weitere, gleichgelagerte Fälle in Aschaffenburg und Würzburg in Frage kommt.

Sattelzug auf A 3 durchbricht Außenleitplanke – Diesel läuft aus – Niemand verletzt

WACHENROTH, LKR. ERLANGEN-HÖCHSTADT. Ein Sattelzug hat am Mittwochmorgen auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Höchstadt-Nord und Schlüsselfeld die Außenleitplanke durchbrochen. Mehrere hundert Liter Diesel liefen aus. Verletzt wurde niemand. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 70.000 Euro.

Gegen 07:20 Uhr kam ein 46-jähriger Kraftfahrer etwa fünf Kilometer vor Schlüsselfeld in Richtung Frankfurt ohne Fremdbeteiligung zu weit nach rechts. Sein 40-Tonner walzte die Außenleitplanke, die dort beginnt, auf etliche Meter nieder und kam dann rechts von der Leitplanke im Graben zum Stehen. Der mit rund drei Tonnen Aluprofilen beladene Sattelzug fiel zum Glück nicht um. Ein Tank riss jedoch auf, so dass schnell der gesamte Inhalt an Kraftstoff auslief.

Der Fahrer und sein 33-jähriger Beifahrer kamen mit dem Schrecken davon. Der Fahrer wurde vorsichtshalber zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, wo allerdings keine behandlungswürdigen Verletzungen festgestellt wurden.

Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Höchstadt und Schlüsselfeld waren schnell vor Ort, wurden jedoch nicht alle benötigt. Die Floriansjünger aus Schlüsselfeld blieben, sicherten die Unfallstelle ab und kümmerten sich um die ölige Flüssigkeit auf der Fahrbahn. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Geiselwind reinigten mit einer speziellen Kehrmaschine dann noch die Fahrbahn. Das Wasserwirtschaftsamt ordnete an, dass das kontaminierte Erdreich ausgebaggert wird. Dies wird erst im Laufe des Nachmittags erfolgen, währen dessen es zu Behinderungen kommen kann.

Während der Bergung des Lasters und der Reinigungsarbeiten war der rechte Fahrstreifen gesperrt. Die Folge war ein mehrere Kilometer langer Stau bis in den Nachmittag hinein. Es staute sich bis zur Anschlussstelle Pommersfelden zurück.

Polizeibeamter rettet Dame aus Main – 76-Jährige in Bezirkskrankenhaus untergebracht

SCHWEINFURT. In seiner Freizeit rettete ein Polizeibeamter am Dienstagnachmittag eine 76-jährige Dame aus dem Main. Die psychisch belastete Dame war stark unterkühlt und musste zur Behandlung in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht werden. Anschließend erfolgte die Unterbringung in einem Bezirkskrankenhaus.

Etwa gegen 14:25 Uhr war ein 35-jähriger Polizeibeamter in seiner Freizeit am Mainufer im Bereich der Gunnar-Wester-Straße unterwegs. Plötzlich bemerkte er eine ältere Dame, welche sich vollständig bekleidet ins Wasser begab. Auf lautstarkes Zurufen machte die Dame nicht kehrt, sondern beschleunigte ihren Gang in noch tieferes Wasser. Als sie bereits nahezu bis zum Hals im Wasser war und Richtung Flussmitte schwamm, sprang der Polizeibeamte in den Main und zog die Frau wieder ans Ufer.

Die 76-Jährige war stark unterkühlt und wurde durch den Rettungsdienst zur Behandlung in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht. Nachdem bei der Dame psychische Auffälligkeiten festgestellt worden sind und diese sich offensichtlich in einem entsprechenden Ausnahmezustand befand, erfolgte anschließend die Einweisung in ein Bezirkskrankenhaus.

PP Unterfranken