Polizei Meldungen für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 08.07.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Versuchter Einbruch in Apotheke

GROßOSTHEIM-WENIGUMSTADT, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Mittagszeit versuchten Unbekannte am Freitag in eine Apotheke in der Balduinistraße in Wenigumstadt einzubrechen. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen um Hinweise.

 

Gegen 13:45 Uhr bemerkte eine Mitarbeiterin der Apotheke eine eingeschlagene, geöffnete Fensterscheibe in einem der hinteren Räume des Gebäudes. Die Rolläden der Fenster waren den ganzen Tag über wegen der Sonneneinstrahlung halb geschlossen gewesen.

Der oder die unbekannten Täter haben wohl im Zeitraum von 12:30 Uhr bis 13:45 Uhr den Rolladen eines Fensters nach oben geschoben und versucht das Fenster aufzuhebeln. Hierbei dürfte, der Spurenlage nach, die Glasscheibe zu Bruch gegangen sein. Nach dem aktuellen Erkenntnisstand haben die Täter keine Beute gemacht.

Zeugen, die am Freitag in der genannten Zeit verdächtige Wahrnehmungen in der Balduinistraße gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 bei der Kriminalpolizei zu melden.

PKW Diebstahl am Heuchelhof

WÜRZBURG, HEUCHELHOF. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde am Straßburger Ring ein Mercedes in er Nähe des Anwesens des Eigentümers gestohlen. Der Täter könnte dafür den Originalschlüssel benutzt haben.

Am Freitagmorgen gegen 06:30 Uhr bemerkte der Eigentümer eines blauen Mercedes am Heuchelhof den Verlust seines Fahrzeuges. Der Wagen war nur ca. 100 Meter entfernt von seinem Wohnanwesen geparkt gewesen. Zuletzt hatte er ihn an dieser Stelle am Donnerstagabend gegen 20:00 Uhr gesehen.

Da auch der Schlüssel des Wagens verschwunden ist, ist es wahrscheinlich, dass der oder die Täter den Originalschlüssel für den Diebstahl genutzt haben. Die Eigentümer können nicht ausschließen, diesen in den Vortagen im Umfeld des Wohnhauses verloren zu haben.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen blauen Mercedes E220, Baujahr 2008, mit Würzburger Kennzeichen.

Zeugen, die das Fahrzeug oder die Tat gesehen haben oder eine Person wahrgenommen haben, die im Straßburger Ring einen Fahrzeugschlüssel aufgehoben hat, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 bei der Kriminalpolizei zu melden.

Einbruch in Wohnung – Täter gelangen über aufgehebeltes Fenster ins Haus

WÜRZBURG, HEUCHELHOF. Unbekannte Täter haben sich in der vergangenen Woche Zugang zu einem Haus in der Pariser Straße verschafft. Bei dem Einbruch erbeuteten sie Gegenstände im Wert von über 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei Würzburg bittet um Zeugenhinweise.

Eine Urlaubsreise der Bewohner einer Wohnung am Würzburger Heuchelhof nutzten die Täter um ein Fenster aufzuhebeln und in die Wohnräume einzudringen. In der Wohnung durchsuchten sie ein Zimmer und entwendeten Schmuck und Münzen.

Zeugen, die im Bereich der Pariser Straße im Zeitraum von Montagmorgen bis Freitagabend verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 bei der Kriminalpolizei Würzburg zu melden.

Junge Erwachsene zeigen Zivilcourage und stellen betrunkenen Pkw-Fahrer

GEISELWIND-GRÄFENNEUSES, LKR. KITZINGEN. Jugendliche aus dem Landkreis Kitzingen zeigten in der Nacht von Freitag auf Samstag Zivilcourage und hielten einen 36-jährigen Mann an, der betrunken Auto fuhr. Gegenüber den zur Unterstützung hinzugerufenen Polizeibeamten leistete der Mann dann erheblichen Widerstand.

Mehrere junge Erwachsene aus dem Landkreis Kitzingen befanden sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in einer Gaststätte in Gräfenneuses. Dabei fiel ihnen ein 36-jähriger Mann auf, der so stark betrunken war, dass er vom Wirt keine alkoholischen Getränke mehr ausgeschenkt bekam. Der darüber erzürnte Mann verließ die Gaststätte um kurze Zeit später mit seinem Pkw vor der Gaststätte auf und ab zu fahren. Durch das beherzte Einschreiten der jungen Erwachsenen konnte dem stark alkoholisierten Mann der Fahrzeugschlüssel abgenommen und dieser an der Weiterfahrt gehindert werden.

Gegenüber den hinzugerufenen Polizeistreifen zeigte sich der 36-jährige Mann dann allerdings äußerst aggressiv. Neben massiven Beleidigungen und Drohungen gegenüber den Beamten, verweigerte der Mann auch jegliche Zusammenarbeit zum Zwecke der Feststellung der Identität und des Alkoholwertes.

Mit unmittelbarem Zwang und dem Einsatz von Handfesseln wurde er zum Zwecke der Blutentnahme zur VPI Würzburg-Biebelried verbracht. Während des Transportes leistete er weiter Widerstand in dem er die Beamten bespuckte und mit den Füßen nach ihnen trat. Die Polizeibeamten blieben unverletzt. Der 36-Jährige musste aufgrund seiner starken Alkoholisierung und seines aggressiven Verhaltens in Gewahrsam genommen werden. Noch am Morgen konnte bei dem Mann ein Atemalkoholwert von 1,44 Promille festgestellt werden.

Den Mann erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung, Bedrohung und Trunkenheit im Verkehr.

Verkehrsunfall bei Lengfurt – Motorradfahrer verstirbt an Unfallstelle

TRIEFENSTEIN-LENGFURT, LKR. MAIN-SPESART. Am Samstagvormittag ereignete sich auf der Staatsstraße 2299 bei Triefenstein, Ortsteil Lengfurt, ein Verkehrsunfall bei dem ein 22-jähriger Motorradfahrer getötet wurde. Er kollidierte mit einem Wohnwagengespann.

Gegen 9:40 Uhr befuhr der Fahrer einer Kawasaki aus dem Landkreis Main-Spessart die Staatsstraße von Lengfurt kommend in Richtung Marktheidenfeld. Aus der Einmündung Robert-Bosch-Straße im Bereich Lengfurt fuhr ein 67-jähriger Mann mit seinem PKW mit Wohnwagenanhänger auf die Staatsstraße in Richtung Ortsmitte Lengfurt ein. Trotz einer Vollbremsung des Motorradfahrers konnte dieser den Zusammenstoß mit dem Anhänger nicht mehr verhindern.

Der Motorradfahrer rutschte unter den Wohnwagen und kam dort zum Liegen. Obwohl er sofort von Ersthelfern befreit und reanimiert wurde, verstarb er noch an der Unfallstelle.

Der 67-jährige PKW-Fahrer aus den Niederlanden und seine Beifahrerin erlitten einen Schock.

An der Unfallstelle waren neben der Polizei die Feuerwehren aus Marktheidenfeld und Lengfurt mit 20 Mann sowie ein Rettungswagen, ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Die Ermittlungen zur Unfallursache führt die Polizeiinspektion Marktheidenfeld. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Gutachterin zur Klärung der näheren Umstände hinzugezogen.

Demonstration vor Würzburger Verbindungshaus

WÜRZBURG, FRAUENLAND. Am Freitagabend kam es im Ortsteil Frauenland zu einer Demonstration von ca. 30 Personen vor dem Haus einer Studentenverbindung. Die Teilnehmer demonstrierten gegen eine dort stattfindende Veranstaltung. Am Rande kam es zu kleineren Auseinandersetzungen.

Gegen 19:15 Uhr versammelte sich eine Gruppe linksorientierter Demonstranten von ca. 30 Personen vor einem Verbindungshaus in der Lortzingstraße. In dem Anwesen sollte am Abend ein Vortrag der „Jungen Alternative für Deutschland“ stattfinden. Da die Demonstranten den Zugang zum Gebäude blockierten und Teilnehmer nicht mehr zur Veranstaltung gelangen konnten, wurde die Polizei verständigt.

Beim Eintreffen der ersten Polizeistreifen stellten diese fest, dass aus der Gruppe heraus unter anderem gegen Rassismus aber auch gegen die veranstaltende Studentenverbindung demonstriert werden sollte. Hierzu führten die Teilnehmer unter anderem Plakate als Kundgebungsmittel mit. Nachdem sich ein Versammlungsleiter gegenüber der Polizei zu erkennen gegeben hatte und eine sogenannte Spontanversammlung angemeldet worden war, wurde den Demonstranten eine Fläche auf der gegenüberliegenden Straßenseite zugewiesen und Auflagen für die Durchführung erteilt.

Die Polizei gewährleistete im weiteren Verlauf den Zugang zum Anwesen der Studentenverbindung und auch den störungsfreien Ablauf der Demonstration.

Im Zuge des Einsatzgeschehens wurden mehrere Strafanzeigen erstattet. So soll es vor der Verständigung der Polizei zu einem Gerangel zwischen Teilnehmern der Veranstaltung und Demonstranten gekommen sein. Hierbei sollen Vertreter beider Seiten versucht haben nach Kontrahenten zu schlagen. Weiterhin sei eine Verbindungsmütze entwendet worden.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen aufgenommen. Zeugen, die den Versammlungsverlauf oder die geschilderten Straftaten beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Angriff auf Frau in Asylbewerberunterkunft – Täter nach Fahndung festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg

WÜRZBURG. Am Freitagnachmittag griff ein 36-jähriger Mann seine Ehefrau in der Asylbewerberunterkunft in der Veitshöchheimer Straße an und verletzte sie. Nach umfassenden Fahndungsmaßnahmen konnte der Tatverdächtige festgenommen werden. Zunächst vorliegende Hinweise auf ein versuchtes Tötungsdelikt erhärteten sich bislang nicht.

Gegen 14:20 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein Notruf aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Veitshöchheimer Straße. Ein Mann sollte hier seine Ehefrau in einem Gebäudetrakt, der nur Frauen vorbehalten ist, aufgesucht haben und sie nach kurzen Streit tätlich angegriffen haben. Auch solle er versucht haben, die Frau mit einem Tuch zu erdrosseln. Erst durch das couragierte Einschreiten weiterer anwesender Frauen soll der 36-jährige Syrer von der Frau abgelassen haben und sei geflüchtet.

Mit zahlreichen Polizeistreifen suchte die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, unterstützt von benachbarten Dienststellen, die Gemeinschaftsunterkunft nach dem Tatverdächtigen ab. Da zunächst davon auszugehen war, dass sich dieser noch auf dem Gelände befand, wurde auch zeitweise der Haupteingang gesperrt.

Die Frau, die über Schmerzen am Hals klagte, wurde zur Untersuchung und weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nicht.

Nachdem sich Hinweise ergeben hatten, nach denen es dem Tatverdächtigen wohl doch gelungen sein sollte, die Unterkunft vor dem Eintreffen der Polizei zu verlassen, wurden die Fahndungsmaßnahmen ausgeweitet. Am späten Nachmittag wurde der 36-Jährige in einer Asylbewerberunterkunft in Heigenbrücken festgenommen, in der er bereits seit einiger Zeit getrennt von seiner Ehefrau untergebracht war.

Nach der Vernehmung des Beschuldigten und insbesondere der Hinzuziehung eines Rechtsmediziners konnte ein dringender Tatverdacht hinsichtlich einer versuchten Tötung nicht erhärtet werden. Der Tatverdächtige wurde daher zunächst ohne Vorführung beim Ermittlungsrichter wieder entlassen.

Die Kriminalpolizei Würzburg führt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg die weiteren Ermittlungen.

PP Unterfranken