An Supermarktkasse Bargeld erbeutet – Zeugen halten 45-Jährigen fest – U-Haft wegen Verdacht des schweren Raubes
Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der StA Schweinfurt vom 01.04.2016:
WERNECK, LKR. SCHWEINFURT. Am Donnerstagabend ist es an einer Supermarktkasse zur Wegnahme von Bargeld unter Gewalteinwirkung gekommen. Zwei Zeugen wurden auf das Geschehen aufmerksam und hielten einen 45-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Kripo Schweinfurt ermittelt jetzt wegen eines Raubdeliktes. Der dringend Tatverdächtige sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft.
Dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge war gegen 19:00 Uhr eine Supermarktangestelle in der Otto-Hahn-Straße an der Kasse gesessen. Sie bediente Kunden und rechnete zwei Produkte ab. Der Mann schlug ihr auf die Hand, als die Kassenschublade geöffnet war und bediente sich an dem Bargeld. Mit gut 2000 Euro versuchte er sich aus dem Laden zu entfernen. Zwei andere Kunden wurden auf die Hilfeschreie der Angestellten aufmerksam und hielten den Mann, der die ganze Zeit über einen Motorradhelm trug, im Vorraum fest. Trotz mehrfacher Versuche sich loszureißen, gelang es den beiden Zeugen ihn bis zum Eintreffen mehrerer Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Schweinfurt und der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck festzuhalten.
Dem 45-Jährigen wurde die vorläufige Festnahme erklärt. Bei einer körperlichen Durchsuchung fanden die Polizeibeamten ein Taschenmesser und ein Pfefferspray. Vor dem Supermarkt stand zudem ein Mofa des Beschuldigten, dass offensichtlich als „Fluchtfahrzeug“ bereitgestellt war. An dem Fahrzeug mit einer bauartbedingten Höchstfluchtgeschwindigkeit von 25 km/h war das Versicherungskennzeichen umgeklappt.
Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat in der Folge die Ermittlungen übernommen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde angeordnet, dass der 45-Jährige, der aus dem Landkreis Schweinfurt stammt, am Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt wird. Die Nacht verbrachte er in einer Arrestzelle. Am Freitagvormittag erließ der Ermittlungsrichter antragsgemäß einen Untersuchungshaftbefehl wegen Verdachts des schweren Raubs.
Die Ermittlungen der Kripo Schweinfurt, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt geführt werden, dauern unterdessen weiter an.
Stationäre Demonstration in der Würzburger Innenstadt – Polizei im Einsatz
WÜRZBURG / INNENSTADT. Am Freitagnachmittag ist eine stationäre Versammlung am Würzburger Marktplatz mit rund 50 Teilnehmern durchgeführt worden. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt war mit Unterstützungskräften im Einsatz, um die Demonstration zu betreuen. Die Polizei war auch aufgrund der Einsatzlage am Osterwochenende in Aschaffenburg lageangepasst bereits im Vorfeld mit einer verstärkten Anzahl von Einsatzkräften vor Ort.
In der Zeit zwischen 15:30 Uhr und 16:30 Uhr hatten sich rund 50 Demonstrationsteilnehmer am Marktplatz zu einer stationären Kundgebung eingefunden. Die Veranstaltung war im Vorfeld bei der Stadt Würzburg als zuständige Versammlungsbehörde von einem türkischen Staatsangehörigen aus dem Landkreis Würzburg angezeigt worden. Unter dem Motto „Demo gegen Terror“ fanden sich die Menschen vor Ort zusammen.
Neben Beamten der Bereitschaftspolizei Würzburg waren auch Einsatzkräfte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg vor Ort. Zielrichtung des polizeilichen Handelns war die ordnungsgemäße Durchführung von Versammlungen in neutraler Form zu gewährleisten.
Etwa 20 Gegendemonstranten hatten sich um die Absperrung versammelt und lautstark protestiert. Ein Mann aus den Reihen der Gegendemonstranten zeigte im Verlauf ein Plakat mit einer Abbildung, die nach dem Vereinsgesetz verboten ist. Im Rahmen der vorläufigen Festnahme kam es zu einem leichten Gerangel zwischen Polizeibeamten und den Gegendemonstranten. Gegen den Mann wird jetzt wegen eines Vergehens nach dem Vereinsgesetz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er kam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.
Ein Mann aus den Reihen der Demonstranten hatte ein Messer bei sich. Gegen ihn wird wegen eines Verstoßes nach dem Versammlungsgesetz ermittelt.
Im Bereich der Karmelitenstraße sind Gegendemonstranten nach der Versammmlung abwandernden Versammlungsteilnehmer aggressiv gegenübergetreten. Hier schritten Polizeibeamte kurzfristig ein, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern.
Gegen 16:45 Uhr war der Polizeieinsatz beendet.
Unbekannte entfernten Verkehrsschilder und Gullydeckel – Zeugen gesucht
WÜRZBURG / INNENSTADT. Am frühen Freitagmorgen haben drei Unbekannte in der Veitshöchheimer Straße Verkehrsschilder und einen Gullydeckel entfernt. Ein aufmerksamer Zeuge ruft die Polizei. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Gegen 04.00 Uhr hat sich der Vorfall nach bisherigen Erkenntnissen ereignet. Ein Zeuge beobachtete, wie drei junge Männer im Alter von etwa 22 Jahren in der Veitshöchheimer Straße Schilder aus den Halterungen nahmen und auf die umliegenden Fußgängerwege verteilten. Als wenn das nicht schon genug wäre, hoben die Männer einen Gullydeckel aus der Straße. Anschließend steckten sie in den Gully eine zuvor von einer Baustelle entwendete Warnbarke.
Eine sofortige eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ergebnislos.
Von den Tatverdächtigen liegen folgende Personenbeschreibungen vor:
- 1. Männlich, etwa 180cm groß, ca. 22-Jahre, trug eine graue Mütze, schwarze Jacke und eine schwarze Hose
- 2. Männlich, etwa 180cm groß, ca. 22-Jahre, trug ebenfalls eine grau Mütze, schwarze Jacke und eine schwarze Hose
- 3. Männlich, etwa 180cm groß, trug eine schwarze Lederjacke und eine dunkle Hose
Wer in diesem Zusammenhang etwas Verdächtiges beobachtet hat oder Hinweise zu der Identität der Tatverdächtigten geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, Tel. 0931/457-2230, in Verbindung zu setzen.
Nach Durchsuchungsaktion Mitte März – Zwei weitere Tatverdächtige wegen Drogendelikten in Untersuchungshaft
Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 01.04.2016
WÜRZBURG, STADT UND LANDKREIS. Nachdem Drogenfahnder Mitte März zusammen mit dem Unterstützungskommando der Bereitschaftspolizei Würzburg mehrere Wohnungen in der Stadt und im Landkreis Würzburg durchsucht hatten, sitzen neben den 19 und 25 Jahre alten Beschuldigten, jetzt zwei weitere Tatverdächtige in Untersuchungshaft.
Wie bereits berichtet, hatten Kripobeamte Hinweise darauf, dass ein 19-Jähriger aus Veitshöchheim und ein 25-Jähriger aus Estenfeld mit Betäubungsmitteln handeln sollen. Im Rahmen der Ermittlungen kristallisierten sich insgesamt acht Personen heraus, die im Verdacht standen, von den beiden Beschuldigten Rauschgift zu beziehen.
In der Folge wurden am 15. März insgesamt acht Wohnungen in Würzburg, Veitshöchheim, Estenfeld und Erlabrunn mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss durchsucht. Insgesamt stellten die Ermittler etwa 200 Gramm Cannabis, 20 Ecstasy-Tabletten und knapp 9500 Euro mutmaßliches Drogengeld sicher. Von zehn Beschuldigten kamen zunächst acht Personen wieder auf freien Fuß, gegen einen 19-Jährigen und einen 25-Jährigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg Untersuchungshaftbefehle erlassen.
Weitere Ermittlungen der Rauschgiftfahnder haben jetzt dazu geführt, dass auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen zwei weitere Beschuldigte die Untersuchungshaft angeordnet wurde. Ein 22-Jähriger wurde am Mittwoch an seiner Wohnanschrift im Landkreis Würzburg festgenommen, da er im dringenden Verdacht steht, mit Cannabis zu handeln. Bei seiner Festnahme fanden die Beamten eine geringe Menge Haschisch. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Auch bei einem Gleichaltrigen ergaben sich Hinweise auf regen Drogenhandel, so dass bei einer Wohnungsdurchsuchung in Würzburg diverse Betäubungsmittel sowie Rauschgiftutensilien aufgefunden werden konnten. Der 22-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft ebenfalls am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgestellt, der auch hier die Untersuchungshaft anordnete. Die weiteren Ermittlungen wegen den Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz führt die Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.
Nach Brand einer Lagerhalle – Kurzschluss in Elektroinstallation als Brandursache wahrscheinlich
LOHR A.MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Nachdem es Mitte März zu dem Brand einer kleineren Lagerhalle im Ortsteil Halsbach gekommen war, halten die Brandexperten der Kripo Würzburg einen Kurzschluss in der Elektroinstallation als Brandursache für wahrscheinlich. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Wie bereits berichtet, war die Mitteilung über das Feuer am 17. März, gegen 15:45 Uhr, eingegangen. Die Lagerhalle in der Dorfstraße, die etwa acht mal fünfzehn Meter misst, stand bei Eintreffen der Lohrer Polizei bereits in Vollbrand. Trotz des zügigen Löscheinsatzes der Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften wurden mehrere Maschinen, ein Traktor und gelagertes Holz ein Raub der Flammen. Der Sachschaden wurde auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades gestalteten sich die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache schwierig. Die Sachbearbeiterin der Kripo Würzburg geht jedoch von einem Kurzschluss in der vorhandenen Elektroinstallation aus. Hinweise auf Brandstiftung ergaben sich nicht.
PP Unterfranken