„Sven Richter“ bewirbt sich per E-Mail – Verschlüsselungstrojaner Petya im Gepäck
WÜRZBURG. Am Donnerstag ist es in einem Versicherungsbüro zu einer Attacke des Verschlüsselungstrojaners Petya gekommen. Eine Bewerbung forderte zum Herunterladen der Bewerbungsunterlagen auf, die letztlich den Trojaner einschleuste. Der Schaden hält sich durch rechtzeitige Einschaltung eines Systemadministrators in Grenzen. Die Kripo Würzburg ermittelt.
Am Donnerstag hatte ein Mitarbeiter des Versicherungsbüros eine Bewerbung per E-Mail erhalten. Ein „Sven Richter“ forderte in dem Text das Herunterladen der kompletten Unterlagen über einen Online-Speicherdienst. Glücklicherweise wurde der Beschäftigte schnell stutzig und schaltete den Systemadministrator ein. Der Spezialist verwendete zum Download einen Testrechner. Im Gepäck hatten die Bewerbungsunterlagen dann einen Verschlüsselungstrojaner, der Daten auf dem Rechner unbrauchbar machte. In der Folge tauchte eine Erpresserbotschaft auf, in der die Täter aufforderten Geld über einen Transferdienstleister zu überweisen oder über eine virtuelle Währung, den sogenannten Bitcoins, zu zahlen.
Der Administrator erstattete ohne Bezahlung Anzeige bei der Kripo Würzburg. Es werden jetzt Ermittlungen unter anderem wegen versuchter Erpressung und Datenveränderung geführt.
Um sich vor Schadsoftware bestmöglich zu schützen rät die Unterfränkische Polizei:
- Öffnen Sie niemals ungeprüft Dateianhänge, ganz gleich ob es sich um scheinbar ungefährliche Dateien wie Bilder, Dokumente oder sonstige Dateien handelt. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie beim Absender nach. Gerade Banken schicken in der Regel keine elektronischen Nachrichten, ohne diese zuvor mit dem Kunden besprochen zuhaben.
- Klicken Sie niemals auf Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails. Diese könnten Sie auf infizierte Webseiten leiten, die zu einem unbemerkten Download der Schadsoftware führen.
- Installieren Sie regelmäßig die vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem und die von Ihnen installierten Programme (z.B. Browser, Flash Playern, Adobe Reader), idealerweise über die Funktion „Automatische Updates“.
- Setzen Sie ein Virenschutzprogramm ein und aktualisieren Sie dieses regelmäßig.
- Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit Administratorenrechten im Internet unterwegs sind. Legen Sie sich einen „Benutzer“ mit Standardbenutzerrechten an und nutzten Sie diesen für das Surfen im Internet.
- Seien Sie in Sozialen Netzwerken kritisch mit dem Klick auf angeblich aufsehenerregende Videos oder andere Mitteilungen – auch wenn Ihnen diese von Freunden empfohlen wurden.
- Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig auf einem externen Medium, um Datenverluste möglichst gering zu halten.
Zwei geparkte Pkw aufgebrochen – Kripo nimmt Hinweise entgegen
WÜRZBURG / GROMBÜHL. Am Freitag zwischen den späten Nachmittagsstunden und dem frühen Abend ist ein Unbekannter gewaltsam in zwei geparkte Pkw eingedrungen. Mit einer Tasche und einer Geldbörse suchte der Täter unerkannt das Weite. Die Kripo Würzburg ermittelt und nimmt auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegen.
In der Zeit zwischen 17:15 Uhr und 17:45 Uhr hatte die Besitzerin eines Skoda Fabia ihr Fahrzeug am Reußenweg an der Einmündung zum Hopfenberg geparkt. Ein Unbekannter warf die Scheibe der Beifahrertüre mit einem Stein ein und entwendete eine Geldbörse aus dem Fahrzeugraum.
Zwischen 19:15 Uhr und 19:50 Uhr war es im Bereich des Oberen Schalksbergweg zu einem gleichgelagerten Fall gekommen. Der Geschädigte stellte seinen Ford Focus in der Nähe des Bismarckturmes zu einem Spaziergang ab. Als er zurückkam, musste er feststellen, dass eine Scheibe mit einem Stein eingeschmissen war. Der Unbekannte entwendete eine Tasche auf dem Beifahrersitz, die zugedeckt war. Der Beuteschaden beläuft sich auf etwa 100 Euro.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt jetzt auch Zeugenhinweise entgegen. Wer Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.
Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor Autoaufbrechern und gibt allgemein folgende Tipps:
Ihr Auto ist kein Tresor!
- Lassen Sie keine Wertsachen (z. B. Handy, Laptop, Kamera, Geldbörsen) oder Bargeld sichtbar im Auto liegen. Auch verstecken ist sinnlos, weil die Diebe jedes Versteck kennen.
- Lassen Sie Ihr mobiles Navigationsgerät nicht im Fahrzeug zurück. Entfernen Sie auch die Halterung des Gerätes.
- Lassen Sie Ausweise, Fahrzeugpapiere, Hinweise zur Wohnungsanschrift und Hausschlüssel nie im Fahrzeug. Zum Autodiebstahl könnte sonst noch ein Wohnungseinbruch hinzukommen.
- Bewahren Sie keine Wertsachen im Kofferraum auf.
- Nehmen Sie bei Übernachtungen auf Urlaubs- oder Geschäftsreisen sämtliches Gepäck aus dem Kofferraum.
- Stellen Sie Ihr Fahrzeug auf belebten und gut beleuchteten Parkplätzen ab.
Freier erbeutet Handy in Bordell – Kripo ermittelt wegen räuberischen Diebstahls – Zeugenhinweise erbeten
WÜRZBURG / SANDERAU. Ein Bordellgast hat am Freitagabend nach Meinungsverschiedenheiten mit einer Prostituierten ein Mobiltelefon entwendet. Da er bei der Flucht auch Gewalt angewendet hat, ermittelt die Kripo jetzt wegen räuberischen Diebstahls und nimmt auch Zeugenhinweise entgegen.
Gegen 21:35 Uhr hatte der Unbekannte im Rahmen eines Bordellbesuches in der Randersackerer Straße ein Streitgespräch mit einer Prostituierten in einem Zimmer. Dem Sachstand nach ging es dabei um die Bezahlung der Liebesdienste. Als der Mann das Zimmer verließ, nahm er ein abgelegtes Handy an sich. Als die Geschädigte den Unbekannten aufhalten wollte, stieß er sie zu Boden und flüchtete zu Fuß mit der Beute im Wert von mehreren hundert Euro stadteinwärts. Eine Fahndung von mehreren Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt verlief in der Folge ergebnislos.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt mit einer Personenbeschreibung auf Zeugenhinweise:
- Etwa 170 cm groß und ca. 25 Jahre alt, schlanke Figur
- Schwarze Haare und asiatisches Erscheinungsbild
- Sprach gebrochenes deutsch
- Bekleidet mit einer schwarzen Lederjacke und Blue-Jeans
Wer den Unbekannten beobachtet hat oder Angaben über seine Identität geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.
Achtung Wechselfalle! – Unbekannter erbeutet 50 Euro in Geschäft – Kripo ermittelt
SCHWEINFURT. Am Donnerstagnachmittag ist in zwei Schweinfurter Geschäften ein Wechselfallenbetrüger aufgetreten. In einem Fall erbeutete der Unbekannte 50 Euro. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt jetzt auch Zeugenhinweise entgegen. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor der Masche.
Gegen 14:50 Uhr hatte sich der Unbekannte in einem Geschäft in der Carl-Benz-Straße aufgehalten. Er ließ sich an der Kasse zwei 20-Euro-Scheine und einen 10-Euro-Schein in einen 50er wechseln. Nach der Aushändigung des Scheines bemängelte der Mann, dass ihm die Seriennummer nicht passen würde und machte den Tausch wieder rückgängig. Erst als der Unbekannte gegangen war, wurde bemerkt, dass ein 50-Euro-Schein fehlte.
Weiter war der Täter wohl auch in einem benachbarten Geschäft mit der gleichen Masche aufgetreten. Hier wurde er aber sofort weggeschickt.
Folgend die Beschreibung des Unbekannten:
- Männlich, Mitte 40 bis Anfang 50, südländisches Erscheinungsbild
- Schwarze, kurze Harre und einen Schnauzbart, teils ergraut
- Trug hellblaues Hemd und eine schwarze Lederjacke
Die Kripo Schweinfurt ermittelt wegen Betrugs und nimmt jetzt auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. Wer den Unbekannten beobachtet oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.
Das Polizeipräsidium Unterfranken erinnert nochmals daran, dass Trickbetrüger häufig mit der gleichen Masche unterwegs sind und Verkäuferinnen und Verkäufer bei dem Wunsch von Kunden zum Geldwechsel vorsichtig sein sollten:
- Lassen Sie sich nicht durch Ablenkungsmanöver bei Wechselgeschäften verwirren. Vor allem dann nicht, wenn zwei Täter gemeinsam agieren und auf die Angestellten einreden.
- Die Täter versuchen oft, Hektik zu verbreiten und die Kassierer unter Druck zu setzten. Bleiben Sie ruhig, wechseln Sie Geld Schritt für Schritt und behalten Sie so den Überblick.
- Seien Sie misstrauisch, sobald Ihnen Personen verdächtig vorkommen. Gerade wenn Kunden Gegenstände von geringem Wert erwerben und anschließend um den Wechsel von Geldscheinen bitten, sollten Sie besonders aufmerksam sein und alle Banknoten, die über die Ladentheke gehen genau im Auge behalten.
- Verständigen Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen Personen verdächtig vorkommen oder Sie vermuten, gerade Opfer einer Wechselfalle zu werden.
PP Unterfranken