Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 22.05.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Kellerbrand in Mehrfamilienhaus – keine Personen verletzt – 10.000 Euro Sachschaden

ASCHAFFENBURG. Im Keller eines Mehrfamilienhauses ist am frühen Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen. Durch die starke Rauchentwicklung wurde der Brand schließlich bemerkt. Es wurden keine Personen verletzt, die Sachbearbeitung, insbesondere hinsichtlich der aktuell unklaren Brandursache, hat die Kripo Aschaffenburg bereits übernommen.

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Um 17.15 Uhr hatte ein Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Bleichstraße Rauch im Gebäude festgestellt. Der Mann ging der Ursache auf den Grund und fand im Keller ein Feuer vor. Da die eigenen Löschversuche keine Früchte trugen, verständigte der Bewohner die Feuerwehr. Die Floriansjünger aus Aschaffenburg rückten mit 21 Mann an und hatten das Feuer schnell im Griff.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die genaue Höhe des Sachschadens ins zur Stunde noch nicht genau bezifferbar, wird sich jedoch auf mindestens 10.000 Euro belaufen. In den Kellerräumlichkeiten wurden zahlreiche Leitungen zerstört, so dass die Wasser- und Stromversorgung des Wohnhauses aktuell unterbrochen ist. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Streit in Flüchtlingsunterkunft – Messerstiche gehen ins Leere – zwei Tatverdächtige festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der StA Würzburg
ARNSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. In einer Flüchtlingsunterkunft ist es am Samstagnachmittag zu einem Streit gekommen, an dem letztendlich mehrere Familienmitglieder eines jungen Mädchens beteiligt waren. Der Vater und der Bruder einer 15-Jährigen bedrohten deren Freund und versuchten, ihn mit einem Messer zu verletzen. Die Würzburger Kripo ermittelt mittlerweile in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg wegen versuchten Totschlags gegen die beiden Beschuldigten.

Der Streit zwischen den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in der Schützenbergstraße hatte zunächst um 17.00 Uhr mit einem Trennungsgespräch zwischen einem 15-jährigen Mädchen und einem ein Jahr älteren Jugendlichen begonnen. In das Gespräch mischten sich wenig später der Vater und der 14 Jahre alte Bruder des Mädchens mit ein, da sie offenbar nicht damit einverstanden waren, dass die beiden in einem separaten Raum allein gesprochen hatten. Die beiden Tatverdächtigen bedrohten den 16-Jährigen Landsmann erst verbal, anschließend schlug der 37-Jährigen den Geschädigten und dessen Sohn führte zudem mit einem Messer Stichbewegungen in Richtung des Geschädigten aus. Dieser wurde bei dem Angriff jedoch nicht verletzt.

Die Karlstadter Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen wenig später fest und brachte sie zur Dienststelle. Dort übernahm die Würzburger Kripo die Sachbearbeitung. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurden die beiden Beschuldigten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Sonntagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden wurde die 15-Jährige in eine andere Unterkunft verlegt, um eine Trennung der Familie herbeizuführen. Die Ermittlungen der Würzburger Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg dauern unterdessen weiterhin an.

Kleinkind stürzt von Garagendach – Bub mit schweren Verletzungen in Klinik

MILTENBERG. Am Samstagmittag ist ein Kleinkind von einem Garagendach mehrere Meter in die Tiefe gefallen. Der Bub war zuvor über einen Balkon auf die Garage gelangt. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Kleine zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Dem kleinen Bub war es etwa um 12.00 Uhr gelungen, unbemerkt von einem Balkon eines Wohnhauses in der Schirmerstraße auf eine angrenzende Garage zu klettern. Von dort stürzte der fast zwei Jahre alte Junge dann wenig später rund drei Meter tief und zog sich schwere Verletzungen zu.

Ein Rettungshubschrauber flog das Kind, das nach aktuellem Stand glücklicherweise nicht in Lebensgefahr schwebt, umgehend in eine Würzburger Klinik. Die Ermittlungen zum Hergang des Unfalls hat die Miltenberger Polizei aufgenommen.

Waldbrand am Steinbruch – 60 Feuerwehrleute im Einsatz – Wer kann Hinweise geben?

HAMMELBURG, LKR. BAD KISSINGEN. Im Waldgebiet nahe eines Steinbruchs ist am Freitagnachmittag ein Feuer ausgebrochen, das von den örtlichen Floriansjüngern erfolgreich bekämpft wurde. Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Die Kripo Schweinfurt ermittelt und hofft dabei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Ein Zeuge hatte um 16.10 Uhr Rauch Nahe des Steinbruchs entdeckt und den Notruf gewählt. Sofort hatten sich Feuerwehren und die Hammelburger Polizei auf den Weg gemacht, um den Brand zu lokalisieren. Östlich des Steinbruchs, im Bereich des Ofentahler Weges, stellten die Beamten wenig später einen Waldbrand fest. Aufgrund des Windes breitete sich das Feuer schnell aus, insgesamt stand somit rasch eine Fläche von 60 mal 10 Meter in Flammen.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hammelburg und Untereschenbach waren mit über 60 Einsatzkräften vor Ort bis das Feuer gelöscht war. Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bezifferbar.

Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben oder sachdienliche Angaben zur Entstehung des Waldbrandes machen können, werden gebeten, sich unter Tel. 09721/202-131 bei der Kripo Schweinfurt zu melden.

Im Drogenrausch bei Verkehrskontrolle – Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – Zwei Beamte leicht verletzt

HAMMELBURG, LKR. BAD KISSINGEN. Der Beifahrer einer jungen Frau ist am späten Samstagabend bei einer Verkehrskontrolle auf zwei Polizeibeamte los gegangen. Der 26-Jährige und seine Begleiterin standen offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmittel. Die Hammelburger Polizei musste die Weiterfahrt unterbinden und ermittelt nun unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

In der Saaletalstraße hatten Beamte der Hammelburger Polizei gegen 22.45 Uhr einen mit vier Personen besetzter Opel Astra mit österreichischer Zulassung zu einer Verkehrskontrolle angehalten. Relativ schnell stellte sich heraus, dass die 25-jährige Fahrerin offensichtlich unter Drogeneinfluss stand. Nachdem zur Unterbindung der Weiterfahrt der Autoschlüssel sichergestellt werden sollte, nahm ein 26-jähriger Mitfahrer diesen plötzlich an sich und rannte davon. Als er von den Beamten gestellt und zur Herausgabe des Schlüssels aufgefordert wurde, schlug er mit den Händen wild um sich und ging schließlich wie von Sinnen auf die Beamten los. In der sich anschließenden Auseinandersetzung schlug und trat der junge Mann auf die Beamten ein, die sich letztlich Pfefferspray einsetzten.

Schließlich konnte der Angreifer mit Unterstützung von Bad Kissinger Beamten vorläufig festgenommen werden. Im Rahmen der anschließend durchgeführten Überprüfungen wurden noch eine erlaubnispflichtige Schreckschusswaffe mit umfangreicher Munition, ein verbotenes Einhandmesser und E-Zigaretten, die eine cannabishaltige Lösung enthielten, bei den Personen sichergestellt. Bei der Fahrerin und ihrem renitenten Mitfahrer, der ebenfalls offenbar unter Drogeneinfluss stand, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt jeweils eine Blutentnahme durchgeführt. Zwei der eingesetzten Polizeibeamten wurden durch die Attacken des Mitfahrers verletzt, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.

Streit in Wohnung eskaliert – 40-Jähriger lebensgefährlich verletzt – Ermittlungen wegen versuchten Totschlags eingeleitet

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der StA Schweinfurt
SENNFELD, LKR. SCHWEINFURT. Während eines gemeinsamen Abends in der Wohnung eines 60-Jährigen kam es offenbar zu einem Streit zwischen drei Männern. In der Folge erlitt ein 40 Jahre alter Geschädigter eine lebensgefährliche Verletzung und wird in einer Klinik behandelt. Der genaue Tathergang ist nun Gegenstand der gemeinsamen Ermittlungen der Schweinfurter Kripo und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt.

Über die Integrierte Rettungsleitstelle hatte die Einsatzzentrale der Unterfränkischen Polizei gegen 22.00 Uhr die Meldung über eine heftige Auseinandersetzung in einem Wohnhaus erreicht. Sofort hatten sich mehrere Streifen auf den Weg in die Herrmann-Schuhmann-Straße gemacht. Bei der genannten Adresse öffnete zunächst niemand, so dass die Beamten die Türe zur Wohnung eines 60-Jährigen aufbrechen mussten. In der Wohnung fanden die Beamten einen 40 Jahre alten Mann vor, der eine schwere Stichverletzung am Oberkörper aufwies. Der Mann wurde nach der Erstversorgung vor Ort in eine Klinik gebracht und schwebt derzeit nicht mehr in Lebensgefahr.

Gemeinsam mit dem Schwerverletzten hatten sich zwei weitere Männer in den Räumlichkeiten aufgehalten. Neben dem Wohnungsinhaber war auch ein 45-Jähriger anwesend. Es besteht der dringende Verdacht, dass zumindest einer dieser beiden Personen dem 40 Jahre alten Geschädigten die schwere Verletzung zugefügt hat.

Die Beschuldigten wurden festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt nahm ein Arzt dort dann bei den beiden stark alkoholisierten Tatverdächtigen jeweils Blutproben. Die Schweinfurter Kriminalpolizei ermittelt nun in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wegen versuchten Totschlags gegen das Duo. Derzeit wird geprüft, ob auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt beide Beschuldigte dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Audiodatei

Nachtrag, 22.05.2016, 19.00 Uhr:

Am Sonntagnachmittag wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt der 60-Jährige, in dessen Wohnung sich die Tat am Samstagabend abgespielt hatte, dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Beschuldigte ist dringend tatverdächtig, dem 40-jährigen Geschädigten die lebensbedrohliche Stichverletzung zugefügt zu haben. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl und die Schweinfurter Polizei brache den Beschuldigten im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

PP Unterfranken