Polizeiberichte Main-Tauber-Kreis 22.06.2016

1st SECURITY SERVICE WERTHEIM ®

Igersheim: Betrugsversuch per Telefon

Einen Anruf einer angeblichen Bank-Mitarbeiterin bekam am Dienstag, gegen 9.30 Uhr, ein 64-Jähriger aus Igersheim. In dem Telefonat wurde er auf seine Schulden in Höhe von 40.000 Euro hingewiesen und darum gebeten nach Frankfurt zu kommen, um den Betrag dort direkt bei der Bank zu begleichen. Ansonsten würde ihm ein Besuch des Staatsanwalts bevorstehen. Der Mann reagierte genau richtig und teilte der Anruferin mit, dass er Kunde einer regionalen Bank sei und auch dort hingehen werde, um den Sachverhalt zu klären. Daraufhin legte die angebliche Bank-Mitarbeiterin auf. Im anschließenden persönlichen Gespräch mit seiner Hausbank bestätigte sich der Verdacht eines Betrugsversuchs – dem Mann ist durch seine richtige Reaktion zum Glück kein Schaden entstanden.

Lauda-Königshofen / Königshofen: Mann beleidigt und bespuckt Polizisten – Gewahrsam

Ein alkoholisierter 24 Jahre alter Mann aus Lauda-Königshofen sollte am Dienstagnachmittag, gegen 17.30 Uhr, aufgrund mehrerer vorangegangener Straftaten und Ordnungsstörungen in polizeilichen Gewahrsam genommen werden. Da er sich gegenüber den eingesetzten Polizisten äußerst aggressiv verhielt, wurden ihm Handschließen angelegt. Als der Mann merkte, dass er nun wirklich in Gewahrsam genommen wird, fing er an die Polizisten zu beleidigen und anzuspucken. Dieses niveaulose Verhalten behielt er auch auf der Fahrt zum Polizeirevier und sogar im Polizeirevier selbst bei. All seine „Gegenwehr“ nutze ihm aber nichts. Er musste seine Nacht trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen bis zum frühen Morgen in einer Gewahrsamszelle im Tauberbischofsheimer Polizeirevier verbringen. Außerdem muss er mit einer Anzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung rechnen.

Lauda-Königshofen / Oberlauda: Betrüger ergaunert sich 900 Euro

Höchstwahrscheinlich auf eine Betrugsmasche hereingefallen ist bereits Ende April / Anfang Mai eine 28-jährige Frau aus Oberlauda. Sie hatte an einem Preisausschreiben teilgenommen und warf hierzu eine Gewinnkarte mit ihrem Namen, ihrer Adresse und Telefonnummer in das vermeintlich zu gewinnende Fahrzeug. Anfang Juni wurde der Frau dann telefonisch mitgeteilt, dass sie sich unter den letzten 500 Gewinnern befände. Schon jetzt habe sie deswegen einen Hotelgutschein sowie einen Reisegutschein über 100 Euro gewonnen. Einzige Voraussetzung für den Gewinn wäre der Abschluss eines Zeitschriftenabos, was die Frau anschließend auch tat. Da ihr an der Rechtmäßigkeit des Abos nach einer Woche jedoch Zweifel kamen, widerrief sie den Vertrag. Doch hiermit nicht genug. Die Dame hatte anscheinend eine richtige Glückssträhne und bekam nur eine Woche später einen erneuten Anruf, in dem ihr nun mitgeteilt wurde, sie habe 28.000 Euro gewonnen. Um die für nur zwei Tage später geplante Geldübergabe abzuschließen, müsse sie aber noch die Kosten in Höhe von 900 Euro für den Notar und den Transport des Geldes übernehmen. Dies sollte per Gutscheine eines Online-Versandhandels erfolgen. Daraufhin kaufte die Frau Gutscheine für 900 Euro und übermittelte die dazugehörigen Codes telefonisch. Die später informierte Polizei brachte in Erfahrung, dass die Codes direkt nach der Übermittlung eingelöst wurden. Der Polizeiposten Lauda-Königshofen hat nun die Ermittlungen zu den Betrügern aufgenommen.

 

Bad Mergentheim: 10 Gramm Opiate im Körper geschmuggelt – Lebensgefahr

Ein wortwörtlich lebensgefährliches Versteck zum Schmuggeln von Drogen ausgesucht hatte sich bereits am 31. Mai ein Mann in Bad Mergentheim. Der 29-Jährige wurde am Bahnhof von Polizisten des Bad Mergentheimer Polizeireviers kontrolliert. Hierbei erhärtete sich der Verdacht, dass der Mann eventuell Drogen in sogenannten „Bodypacks“ in seinem Körper schmuggelt. Ein daraufhin durchgeführter Drogenwisch-Test bestätigte den Verdacht, da dieser ein positives Ergebnis für Opiate anzeigte. Es folgten eine körperliche Untersuchung sowie eine CT-Untersuchung in einem Krankenhaus durch einen Arzt. Im Rahmen der CT konnte der Fremdkörper im Darmtrakt des Mannes zweifelsfrei festgestellt werden. Gegen den 29-Jährigen wurde anschließend ein Haftbefehl erwirkt. Da sich der „Bodypack“ jedoch vermutlich im Darm verkantete und somit ein natürliches Entledigen nicht möglich war, musste ihm dieser im Rahmen einer Operation entfernt werden. Da mittlerweile auch der Mann den Ernst der Lage erkannt hatte, geschah dies mit seiner Einwilligung. Nach Aussage eines Arztes wäre der Mann ohne den medizinischen Eingriff höchstwahrscheinlich gestorben. Der Haftbefehl gegen ihn wurde anschließend wieder aufgehoben. Erklärung zum Thema Bodypacks: Als Bodypacks werden kleine Behältnisse, wie zum Beispiel Latexhandschuh-Fingerlinge oder Kondome bezeichnet, die dann am Körper oder in diesem Fall im Magen oder Darm versteckt werden. Beim Platzen dieser Behältnisse im Körper besteht akute Lebensgefahr.

 

PP Heilbronn

S RAY PreSale Store