Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 17.09.2015

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Auseinandersetzung in Erstaufnahmeeinrichtung – Streit zwischen Frauen um Waschmaschinen

SCHWEINFURT. Zu einem Streit zwischen zwei Bewohnerinnen der Erstaufnahmeeinrichtung ist es am Mittwochnachmittag gekommen. Ein 25-Jähriger beendete den Konflikt, bei der beide Frauen leichte Verletzungen erlitten. Die Schweinfurter Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Gegen 13:30 Uhr war es in einer Waschküche in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber im Kasernenweg zu einem Streit zwischen zwei Frauen gekommen. In der Folge kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen der 24-Jährigen und einer 48 Jahre alten Frau. Während sich viele Interessierte um das Geschehen sammelten, ging ein männlicher Bewohner dazwischen und beendete das Handgemenge. Er schlug der älteren Frau ins Gesicht, um die beiden Damen zu trennen. Die beiden Frauen klagten anschließend über leichte Schmerzen.

Die Schweinfurter Polizei rückte zur Sachverhaltsaufnahme mit mehreren Streifen an, da sich erfahrungsgemäß sofort eine große Gruppe Schaulustiger versammelt und es mitunter zu Solidarisierungen mit den Konfliktparteien kommen kann. Die eingesetzten Beamten mussten am Mittwochnachmittag nicht einschreiten. Die Schweinfurter Polizei ermittelt nun wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

 

Betrug mit Gewinnversprechen – Geld ins Ausland transferiert

WÜRZBURG. Mit einem betrügerischen Gewinnversprechen haben Unbekannte am Mittwoch 2.000 Euro erbeutet. Der Geschädigte transferierte diesen Betrag nach mehreren Telefonaten zur Abwicklung eines angeblichen Autogewinns in die Türkei. Um Seriosität vorzuspielen verwendeten die Täter das sogenannte „Call-ID-Spoofing“. Hierbei werden gefälschte Anrufer-Identitäten übermittelt.
Der Mann aus dem Würzburger Landkreis hatte am Mittwoch gegen 13:15 Uhr einen Anruf erhalten. Eine Frau gab sich als Mitarbeiterin eines Verlagshauses aus und erzählte dem Geschädigten, dass er im Rahmen eines Zeitschriftenabonnements einen Pkw gewonnen hätte. Der Verlag hätte bereits mehrfach erfolglos versucht, den angeblichen Gewinner zu erreichen. Deshalb wäre das Auto wieder zurück in die Türkei gebracht worden. Wegen den angeblichen Rückführungskosten hätte man jetzt Anzeige gegen den Landkreisbewohner erstattet. Dies wäre aber alles kein Problem, denn die Anzeige würde gegen Zahlung von Geld eingestellt und der Fahrzeugwert in Höhe von 40.000 Euro würde dann umgehend auf das Konto des Geschädigten überwiesen.

Der Angerufene machte bereits am Telefon seine Bedenken geltend. In einem Folgetelefonat meldete sich dann ein vermeintlicher Würzburger Polizist, der die angebliche Anzeigenerstattung bestätigte. Auf dem Telefondisplay des Angerufenen war tatsächlich die Rufnummer der Würzburger Polizei zu sehen, was letztlich dazu führte, dass der Geschädigte von der Richtigkeit der Informationen überzeugt war. Per Western Union überwies er anschließend 2.000 Euro in die Türkei.

Letztlich musste er von Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt erfahren, dass er Betrügern aufgesessen war. Im vorliegenden Fall wurde von Seiten der Täter das sogenannte „Call-ID-Spoofing“ verwendet. Dabei wird bei einer Rufnummernanzeige des angerufenen Telefons anstatt der Originalrufnummer des Anrufers eine frei wählbare Identifikationsinformation angezeigt. Hierdurch unterstreichen die Betrüger ihre vorgespiegelte, falsche Identität.
Das Polizeipräsidium Unterfranken möchte vor solchen Maschen warnen und gibt folgende Tipps:
•Gehen sie nicht auf Gewinnversprechen ein, die mit Vorab-Zahlungen verbunden sind.
•Sollten sie derart verdächtige Anrufe erhalten, so lassen sie sich den Namen und die Rückrufnummer geben. Überprüfen sie die Nummer und rufen sie selbst zurück.
•Die Polizei fordert ohne schriftliche Bescheide niemanden auf, Geld zu überweisen.
•Tätigen Sie keine Geldgeschäfte oder Überweisungen nach einem Telefonanruf von Unbekannten.
•Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Unbekannte

 

Nach Einbruch in Mietwohnung – 54-jähriger Tatverdächtiger ermittelt

GEMÜNDEN AM MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Nach dem Einbruch in eine leerstehende Mietwohnung zwischen Ende August und Anfang September haben Beamte der Polizeistation Gemünden jetzt zur Ermittlung eines dringend Tatverdächtigen geführt. Gegen den 54-Jährigen wird Anzeige wegen Einbruchdiebstahls erstattet.

 

Wie bereits berichtet, hatte sich der Einbruch in einem Mehrfamilienhaus am Marktplatz in der Zeit zwischen 29. August und 02. September abgespielt. Ein Unbekannter war gewaltsam in die Wohnung über die Zugangstüre eingedrungen und dort einen CD-Player im Wert von etwa 50 Euro gestohlen.

Die Polizeistation Gemünden hat die Ermittlungen aufgenommen und schnell einen Tatverdacht gegen einen 54-Jährigen, der aus dem Landkreis Main-Spessart stammt. Bei einer Bekannten des 54-Jährigen stellten die Polizeibeamten auch das Diebesgut aus der Gemündener Wohnung sicher. Gegen ihn wird jetzt wegen Einbruchdiebstahls eine entsprechende Anzeige vorgelegt.

Nach Lkw-Unfall – Vollsperrung auf Staatsstraße 2315 – Zugverkehr vorübergehend eingestellt

FAULBACH, LKR. MILTENBERG. Ein Lkw ist am Donnerstagmorgen aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Staatsstraße 2315 abgekommen. Das Fahrzeug kam halbseitig im Straßengraben zum Stehen. Da in unmittelbarer Nähe die Gleise verlaufen, bleibt der Zugverkehr für die Dauer der erforderlichen Bergungsarbeiten eingestellt. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Unfallstelle
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Nach vorliegenden Erkenntnissen hat sich der Verkehrsunfall gegen 07.30 Uhr ereignet. Der mit einer Maschine beladene Lkw war von Faulbach in Richtung Hasloch unterwegs. Warum das Fahrzeug nach rechts ins Bankett geriet, ist derzeit noch unklar. Letztendlich kam der 26-Tonner parallel zur Fahrbahn und den von dort etwa drei Meter entfernt verlaufenden Gleisen mit den rechten Reifen im Straßengraben zum Stehen.

Am Steuer saß ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Miltenberg. Er kam dem Sachstand nach mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt. Am Lkw entstand ein Sachschaden, der nach ersten Schätzungen mehrere tausend Euro betragen dürfte. Zum Zwecke der Bergung wurde ein Abschleppdienst angefordert.

Die Ermittlungen zur Unfallursache hat die Polizeiinspektion Miltenberg aufgenommen. Für die Dauer der erforderlichen Aufräum- und Bergungsarbeiten bleibt die Staatsstraße komplett gesperrt. Eine Umleitung wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren Faulbach und Hasloch eingerichtet. Da auch der Schienenverkehr betroffen ist, befindet sich eine Streifenbesatzung der Bundespolizei vor Ort.

Nachtragsmeldung 11:00 Uhr

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten nach dem Lkw-Unfall vom Donnerstagmorgen sind mittlerweile abgeschlossen. Seit 10:40 Uhr ist die Bahnstrecke für den Zugverkehr wieder frei gegeben. Auch die Fahrbahn der Staatsstraße 2315 wird ab 11:15 Uhr wieder frei befahrbar sein.

Falscher Polizist ruft an – Versuchter Trickbetrug scheitert – Kripo ermittelt

GÄDHEIM, LKR. HASSBERGE. Am Mittwochvormittag war ein Trickbetrüger telefonisch aktiv und gab sich gegenüber einer Seniorin als Polizist aus. Abgesehen hatte er es auf die Ersparnisse der Frau. Der Versuch lief glücklicherweise ins Leere, da die Angerufene umgehend Verwandte zur Rate zog und die Masche dann schnell aufflog. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Gegen 10:45 Uhr hatte das Telefon bei der 85-Jährigen das erste Mal geklingelt. Am anderen Ende der Leitung stellte sich ein Mann als Polizist vor und fragte sofort, wieviel Geld die Seniorin auf der Bank angelegt habe. Der Unbekannte wies die Frau an, das Geld abzuheben und kündigte sogar ein Taxi an. Die Angerufene wurde misstrauisch und sprach mit einer Verwandten über den Vorfall.

In einem Folgeanruf des Täters legte die 85-Jährige dann einfach auf und ihr blieb ein finanzieller Schaden erspart. Die Kripo Schweinfurt ermittelt jetzt wegen versuchten Trickbetrugs.

 

Einbruch in Wohnung – Bargeld und Schmuck gestohlen – Kripo ermittelt

WÜRZBURG / SANDERAU. Unbekannte haben am Mittwochvormittag bei einem Wohnungseinbruch Bargeld und Goldschmuck im Gesamtwert von etwa 4.000 Euro mitgehen lassen. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise.
Die kurze Zeitspanne zwischen 07:45 Uhr und 10:00 Uhr hatte der Einbrecher genutzt, um in die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Scheffelstraße einzusteigen. Eine Nachbarin war auf die beschädigte Zugangstüre aufmerksam geworden und hatte die Polizei alarmiert. Nach den ersten Erkenntnissen entwendete der Unbekannte Bargeld und Schmuck. Der Sachschaden an der Türe wird auf 1.000 Euro geschätzt.
Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer im Bereich der Scheffelstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Terrassentüre an Reihenhaus beschädigt – Einbrecher am Werk

WERNECK, LKR. SCHWEINFURT. Bereits Ende August haben Unbekannte versucht, gewaltsam in ein Wohnhaus einzusteigen. Erst im Rahmen der Reparatur einer vermeintlich defekten Terrassentüre wurde der Einbruchsversuch bekannt. Die Kripo Schweinfurt ermittelt und hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise.
In der Zeit zwischen 23.08. bis 27.08. hatte sich der Einbrecher an dem Reihenhaus in der Georg-Oegg-Straße zu schaffen gemacht. Als der Geschädigte die nicht mehr funktionsfähige Terrassentüre durch eine Firma reparieren lassen wollte, fiel dem Monteur auf, dass entsprechende Beschädigungen auf einen Einbruchsversuch schließen ließen. Der Sachschaden wird auf 200 Euro geschätzt.
Die Kriminalpolizei Schweinfurt nimmt jetzt auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. Wer zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

PP Unterfranken