Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 22.10.2015

ijm2000 / Pixabay Archivbild einer Oma

Verkehrsunfall zwischen drei Lkw und drei Pkw – Zwei Personen verletzt – A3 zweitweise gesperrt

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Am späten Donnerstagnachmittag ist es auf der A3 zu einem Verkehrsunfall gekommen, an dem drei Lkw und drei Pkw beteiligt waren. Insgesamt zwei Personen erlitten leichtere Verletzungen und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Autobahn in Fahrtrichtung Nürnberg war für etwa eine Stunde komplett für den Verkehr gesperrt. Um die Unfallaufnahme kümmerten sich Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach.
Kurz nach 17:30 Uhr war der Fahrer eines Sattelzuges auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Goldbach und Hösbach unterwegs. Direkt vor der Einhausung Hösbach musste er verkehrsbedingt bremsen. Dem derzeitigen Sachstand nach erkannte ein nachfolgender Sattelzug die Situation zu spät und prallte nach einem kurzen Ausweichmanöver mit der rechten Front in den linken Bereich des vorausfahrenden Aufliegers. Beim Ausweichen touchierte der auffahrende Sattelzug einen Audi A6, der auf dem mittleren Fahrstreifen unterwegs war. Der A6 schleuderte nach links auf den linken Fahrstreifen. Hier war wiederum eine weibliche Audi-Cabrio Fahrerin unterwegs, die mit dem schleudernden A6 kollidierte.

Ein VW Lupo, der hinter dem A6 auf der mittleren Spur gefahren war, prallte im Verlauf des Unfallgeschehens in das Führerhaus des leicht schräg stehenden unfallverursachenden Sattelzuges.

Das Ende der Zusammenstöße war dann war dann mit einem dritten Sattelzug gegeben, der hinter den beiden Lkw auf der rechten Fahrspur fuhr. Er versuchte zwar noch nach rechts Richtung Standstreifen auszuweichen, prallte aber rechts versetzt in den Auflieger des ersten Unfallverursachers.

Die Beifahrerin aus dem Audi A6 und eine Person, die als Beifahrer in dem Lupo saß, erlitten Verletzungen. Nach erster Einschätzung dürften diese nicht schwerwiegend sein. Rein vorsorglich brachte der Rettungsdienst beide in das Aschaffenburger Klinikum zur weiteren Behandlung.

Nach dem Verkehrsunfall war die A3 in Fahrtrichtung Nürnberg für etwa eine Stunde komplett gesperrt. Der Verkehr wurde ab der Anschlussstelle Aschaffenburg-Ost umgeleitet. Es bildete sich im Feierabendverkehr ein Stau mit etwa 10 Kilometern Länge. Ab 18:30 Uhr war es möglich wieder zwei von drei Fahrspuren freizugeben. Gegen 20:30 Uhr war die Unfallstelle dann komplett geräumt. Der Gesamtsachschaden bewegt sich im sechsstelligen Bereich.

Enkeltrickbetrüger aktiv – Seniorin um mehr als 100.000 Euro gebracht

ASCHAFFENBURG. Am Dienstag und Mittwoch waren Enkeltrickbetrüger in insgesamt neun Fällen aktiv. Eine Seniorin übergab nach Anruf eines falschen Verwandten Beute im Wert von über 100.000 Euro an vermeintliche Notarangestellte. Die Kripo Aschaffenburg führt die Ermittlungen und hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise.
Bereits am Dienstagvormittag hatte eine Seniorin, die im Bereich der Bismarkallee wohnhaft ist, einen Anruf von einer Betrügerin erhalten, die sich als Nichte ausgab. Nach dem Aufbau eines betrügerischen Vertrauensverhältnisses gab die falsche Nichte an, dass sie gerade bei einem Notar in Darmstadt sitze und dringend Geld für den Kauf einer Eigentumswohnung benötigen würde. Kurze Zeit später tauchte eine Frau an der Haustüre der Rentnerin auf und stellte sich als Mitarbeiterin des Notars vor. Die Geschädigte übergab Bargeld und Goldmünzen und die Täterin verschwand unerkannt. Besonders dreist folgte wenig später ein weiterer Anruf der falschen Nichte, die angab, dass sie noch weitere finanzielle Mittel benötigen würde. Am Mittwoch tauchte dann ein Mann an der Wohnung auf, der sich ebenfalls als Mitarbeiter des Notars in Darmstadt ausgab. Auch ihm übergab die Seniorin Goldschmuck und Goldmünzen am Mittwochnachmittag gegen 16:00 Uhr. Der Wert der Gesamtbeute beläuft sich in diesem Fall auf über 100.000 Euro. Erst später stellte sich heraus, dass die Rentnerin Betrügern aufgesessen war.

Zwischen Mittwochvormittag und den frühen Nachmittagsstunden klingelten in insgesamt acht weiteren Fällen die Telefone von Seniorinnen und Senioren im Stadtgebiet Aschaffenburg und dem Ortsteil Obernau. Männliche und weibliche Betrüger stellten sich als Nichten, Neffen und auch sonstige Verwandte in deutscher Sprache vor. Hier durchschauten die Angerufenen allerdings die Masche sofort und legten einfach auf.
Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Der Sachbearbeiter hofft jetzt unter anderem darauf, dass Zeugen die beiden falschen Notarangestellten aufgefallen sind oder eventuell verdächtige Fahrzeuge beobachtet worden sind. Hinweise werden unter Tel. 06021/857-1732 entgegengenommen.
Das Polizeipräsidium Unterfranken möchte nochmals eindringlich vor den Enkeltrickbetrügern warnen und gibt folgende Verhaltenstipps:
•Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
•Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
•Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
•Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
•Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
•Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
•Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

 

Nach Sachbeschädigungen an Pkw – Polizei ermittelt Tatverdächtigen

WINTERHAUSEN, LKR. WÜRZBURG. Ein zunächst Unbekannter hat am vergangenen Wochenende im Ortsbereich Winterhausen eine Vielzahl von geparkten Pkw offenbar mutwillig beschädigt. Die Polizeiinspektion hat inzwischen einen Tatverdächtigen ermittelt. Der junge Mann hat die Taten inzwischen eingeräumt.
Dem Sachstand nach soll der Unbekannte an den geparkten Fahrzeugen Scheibenwischer abgerissen und Außenspiegel zerstört haben. Unmittelbar nach bekannt werden hat die Polizeiinspektion Ochsenfurt die Ermittlungen aufgenommen, die nun auch zum Erfolg führten. Nachdem sich der Verdacht gegen den Landkreisbewohner erhärtet hatte, wurde er polizeilich vernommen. Dabei räumte er ein, die Fahrzeuge beschädigt zu haben.

Der Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

 

 

Vorsicht „Enkeltrick“ – Weitere Anrufe von Trickbetrügern

SCHWEINFURT. Erneut waren im Laufe des Mittwochs sogenannte Enkeltrickbetrüger aktiv. Insgesamt vier Fälle wurden bei der Polizei gemeldet, bei denen sich Unbekannte bei Seniorinnen als Verwandte ausgegeben und Geld gefordert hatten. Glücklicherweise blieben die Täter erfolglos. Die Kripo Schweinfurt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Wie bereits berichtet, war es bereits am Montag zu gleichgelagerten Fällen im Stadtgebiet Schweinfurt gekommen. Die aktuellen Anrufe zeigen, dass die Täter nicht aufgeben und auch weiterhin versuchen werden, ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Dreist geben sich die Anrufer als Enkel aus oder beginnen das Gespräch mit den Worten „Rate mal, wer dran ist“. Anschließend wird den Seniorinnen oder Senioren eine finanzielle Notlage vorgegaukelt und es kommt zu hohen Geldforderungen. In manchen Fällen fragen die Täter auch gezielt nach Goldvorräten oder Schmuckstücken.
Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt die aktuellen Vorfälle zum Anlass, erneut vor der Betrugsmasche zu warnen. Lassen Sie sich auf derartige Geldforderungen keinesfalls ein und verständigen Sie stattdessen unverzüglich die Polizei oder wenden Sie sich an Ihre Angehörigen. Übergeben Sie niemals Geldbeträge oder andere Wertgegenstände an Personen, die Sie nicht kennen!

 

Kontrollaktion gegen Einbrecher – Tatverdächtige im Visier der Polizei

GIEBELSTADT, LKR. WÜRZBURG. Am Donnerstagnachmittag führte das Polizeipräsidium Unterfranken mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei eine Kontrollaktion im Straßenverkehr durch. Im Rahmen einer länderübergreifenden Schwerpunktkontrolle sollten potentielle Wohnungseinbrecher aus dem Verkehr gezogen werden. Auf der überregionalen Bundesstraße 19 wurden insgesamt 85 Fahrzeuge kontrolliert.
In der Zeit von 16:00 Uhr bis 18:30 Uhr hatten die Einsatzkräfte der Polizei die Kontrollstelle auf der B19 zwischen der Landesgrenze Baden-Württemberg und Giebelstadt eingerichtet. Die Schwerpunktaktion war Teil einer länderübergreifenden Kooperation zwischen dem Freistaat Bayern und Baden-Württemberg zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Im Speziellen waren reisende Tätergruppen, die auf überregionalen Verkehrswegen unterwegs sind, im Visier der Ordnungshüter. Im Rahmen von ganzheitlichen Kontrollen hatten die Polizeibeamten auch zum Beispiel den Kraftfahrzeugdiebstahl und die Rauschgiftkriminalität im Auge.

An der Kontrollstelle eingesetzt waren neben Beamten der Polizeiinspektion Ochsenfurt auch Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Würzburg. Der Verkehr in Fahrtrichtung Würzburg wurde vor dem Parkplatz heruntergebremst und insgesamt 85 Fahrzeuge selektiv kontrolliert. Insgesamt hielten sich die Behinderungen wegen des geringen Verkehrsaufkommens in Grenzen.

Natürlich gab es bei den meisten Verkehrsteilnehmern nichts zu beanstanden. Doch die Polizeibeamten nutzten die Zeit für ein kurzes Gespräch um für das Deliktsfeld des Wohnungseinbruchsdiebstahls zu sensibilisieren. Hierzu wurden auch entsprechende Flyer ausgeteilt. Die kontrollierten Verkehrsteilnehmer hatten nahezu alle Verständnis für die Maßnahme der Polizei.

Einbrecher gingen der Polizei dabei nicht ins Netz. Jedoch wurde ein Pkw-Fahrer kontrolliert, der möglicherweise unter Einfluss von berauschenden Mitteln stand. Bei der Polizeiinspektion Ochsenfurt musste er eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Es wird gegen ihn wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Straßenverkehrsgesetz ermittelt.

Natürlich werden auch weiterhin uniformierte und auch zivile Polizeistreifen verstärkt nach Einbrechern fahnden.

Gerade im positiven Zusammenspiel mit den Bürgerinnen und Bürgern möchte das Polizeipräsidium Unterfranken nochmals daran erinnern, dass verdächtige Wahrnehmungen sofort über den Notruf 110 gemeldet werden. Prägen sie sich vorher Beschreibungen von Personen oder auch die Autokennzeichen ein – am besten sofort notieren.

Gerade bei Einbrüchen ist unsere Botschaft:
Wir kommen lieber einmal zu viel als einmal zu spät.

 

Drei Einbrüche in Wohnungen eines Mehrfamilienhauses – Kripo hofft auf Hinweise

ASCHAFFENBURG. In drei separate Wohnungen eines Mehrfamilienhauses sind Einbrecher zwischen Mittwochnachmittag und den Abendstunden eingestiegen. Unter anderem mit Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro suchten die Täter unerkannt das Weite. Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
In der Zeit zwischen 17:30 Uhr und 20:00 Uhr hatten sich die Einbrecher gewaltsam Zutritt zu den Wohnungen „Am Floßhafen“ verschafft. Zunächst öffneten die Täter gewaltsam eine Terrassentüre einer Wohnung im Erdgeschoss und durchsuchten sämtliche Zimmer nach Beute. Entwendet haben sie Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro.

Im gleichen Haus brachen die Unbekannten auch in zwei darüber liegende Wohnungen ein. Über Fenster auf der Gebäuderückseite kamen die Täter auch hier gewaltsam in die Räumlichkeiten. Der genaue Beuteschaden in diesen Fällen steht noch nicht fest.
Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen und hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeug beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

PP Unterfranken