Main-Tauber-Kreis
Neues Gesprächsformat für Beschäftigte der Verwaltung
„Frühstück mit dem OB“ heißt ein neues, verwaltungsinternes Gesprächsformat im Rathaus. Es hatte im April Premiere und fand nun schon zum fünften Mal statt. An den im OB-Dienstzimmer gedeckten Frühstückstisch setzten sich diesmal die Leiterinnen der fünf kommunalen Kindertagesstätten. Eine Stunde lang tauschten sie sich mit dem Oberbürgermeister über die Situation in der Kinderbetreuung aus.
Markus Herrera Torrez hat die Reihe „Frühstück mit dem OB“ ins Leben gerufen, um auf diese Weise den Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken. „Beim gemeinsamen Frühstück lerne ich Kolleginnen und Kollegen näher kennen, mit denen ich sonst keinen oder nur wenig direkten Kontakt habe“, beschreibt er die Intention. Außerdem sei für ihn interessant zu erfahren, aus welcher Perspektive die Beschäftigten der Verwaltung auf politische Entscheidungen und Entwicklungen schauen. Aus diesen Gesprächen habe er schon manche gute Anregung oder auch konkrete Verbesserungsvorschläge für die Abläufe in der Verwaltung mitgenommen.
Die Frühstückstermine finden alle zwei Monate statt und werden unter einem bestimmen Thema angekündigt. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin, ob aus dem Rathaus oder einer der vielen Außenstellen, kann sich dazu anmelden. So gab es in ganz unterschiedlicher Zusammensetzung schon Gespräche zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf das Arbeits- und Privatleben oder auch zum Umgang mit der Arbeitsbelastung in Krisenzeiten.
Das jüngste „Frühstück mit dem OB“ war an die städtischen Kita-Leiterinnen adressiert. Die Anregung dazu war aus ihren Reihen gekommen. Romana Straßer (Kinderhaus Reinhardshof), Nicole Obel (Kita Waldenhausen), Jaqueline Senou (Kita Bettingen), Tanja Mallon (Kita Lindelbach) und Antonia Fischer (Kita Urphar) berichteten über die Situation in ihren Einrichtungen. Das hohe Anspruchsdenken vieler Eltern kam dabei ebenso zur Sprache wie der Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung. Die Leiterinnen setzen große Hoffnung auf das neue Modell der praxisintegrierten Ausbildung (PIA). Die personelle Ausstattung in ihren Einrichtungen beurteilten sie übereinstimmend als gut. Aber zu schaffen machen ihnen krankheitsbedingte Ausfälle. Umso dankbarer sind die Leiterinnen, dass die Stadt Wertheim den Einsatz von „Springerinnen“ ermöglicht.
Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez wusste um die „sehr angespannte Arbeitssituation in den Kindertagesstätten“. Er dankte den Leiterinnen und deren Teams für ihre organisatorisch und pädagogisch anspruchsvolle Arbeit. Wertheim könne sich glücklich schätzen, bei der Kinderbetreuung so gut aufgestellt zu sein.
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