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BBV informiert im Bauausschuss über Planungsstand
In vier bis sechs Wochen startet der Glasfaserausbau durch die BBV in Wertheim. Diese Ankündigung machte Projektleiter Bernd Henkel am Montag im Bauausschuss. Die Arbeiten sollen in Eichel und Urphar beginnen und dann sukzessive in weiteren Stadtgebieten fortgesetzt werden. Für die Wertheimer Gemarkung rechnet das Unternehmen mit einer Gesamtbauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren.
Zur flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser sind der Landkreis und alle seine Städte und Gemeinden 2021 eine Kooperation mit der Breitbandversorgung Deutschland, kurz BBV, eingegangen. Voraussetzung für den Ausbau war ein ausreichendes Interesse am schnellen Internet: Mindestens 20 Prozent aller Haushalte und Gewerbebetriebe mussten einen Internetvertrag mit der BBV abschließen. Diese Quote war im Frühjahr 2022 erreicht.
Jetzt sind die Planungen für den Ausbau in Wertheim soweit fortgeschritten, dass Bernd Henkel, Leiter des Ausbaus bei der Firma Infrafibre Networks GmbH, einer Tochter von BBV Deutschland, im Bauausschuss erste Eckpunkte nennen konnte.
Ende Oktober / Anfang November soll es in Eichel und Urphar losgehen – ausgehend vom Übergabepunkt bei der Staustufe Eichel. Von hier aus sollen die Kabel weiter Richtung Innenstadt verlegt werden und dann entweder Richtung Bestenheid oder auf die Höhe. Die genaue Abfolge steht noch nicht fest. Bernd Henkel bot aber an, dass die BBV rechtzeitig in den Ortschafts- und Stadtteilgremien über den Ausbau informieren wird.
In ihrer Ausbauplanung klammert die BBV einige Gebiete aus, in denen die Wertheimer Stadtwerke bereits ein Glasfasernetz errichtet haben oder es noch tun. Dazu zählen ganz oder in Teilbereichen die Stadtteile Reinhardshof und Bestenheid sowie die Ortschaften Bettingen, Höhefeld, Waldenhausen und Nassig. In anderen Bereichen mietet oder kauft das Unternehmen die von den Stadtwerken bereits verlegten Leerrohre an. Es sei nicht wirtschaftlich, so Henkel, Straßen und Gehwege noch einmal dort aufzumachen, wo die Stadtwerke bereits Glasfaserleitungen verlegt haben. Von 1.330 Kunden, mit denen die BBV Vorverträge abgeschlossen hat, bleiben noch 950. Die weiteren 380 Interessenten in den Versorgungsgebieten der Stadtwerke Wertheim werden von diesen ein Anschlussangebot erhalten.
Die Glasfaserkabel sollen in konventioneller, offener Bauweise verlegt werden. Wo es in Abstimmung mit der Stadt auf Gehwegen möglich ist, will man in reduzierter Grabentiefe (40 statt 60 Zentimeter) arbeiten. Die Belastung für die Anwohner wolle man so gering wie möglich halten, betonte Bernd Henkel. Aber ganz ohne Einschränkung, Staub und Lärm ginge es eben nicht. Ein Verantwortlicher werde als Ansprechpartner immer vor Ort sein.
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