+++ EILMELDUNG +++ Wertheim/Main-Tauber-Kreis zieht Corona-Notbremse – Schließung Einzelhandel, Kosmetik u.a. Betriebe – Kontaktbeschränkungen!

Schließung des Einzelhandels und strengere Kontaktbeschränkungen

Aufgrund der hohen Fallzahlen hat das Kreis-Gesundheitsamt am Freitag festgestellt, dass der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis seit drei Tagen in Folge über 100 liegt. Diese Feststellung wurde als Öffentliche Bekanntmachung unter www.main-tauber-kreis.de/oeffentliche-bekanntmachungen notverkündet. Somit tritt im Main-Tauber-Kreis ab dem kommenden Montag, 22. März, die so genannte „Notbremse“ in Kraft.

Dies bedeutet, dass nur noch Ansammlungen, private Zusammenkünfte und Veranstaltungen gestattet sind, wenn diese aus den Angehörigen eines Haushaltes und höchstens einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt bestehen. Kinder bis einschließlich 14 Jahren aus den beiden Haushalten zählen nicht mit. Der Einzelhandel muss erneut schließen und darf Kunden nicht mehr nach vorheriger Terminvereinbarung in den Räumlichkeiten bedienen („Click and Meet“). Gestattet bleiben Abhol- und Lieferdienste. Der Betrieb von Museen, Galerien, Tierparks sowie Gedenkstätten für den Publikumsverkehr ist wieder untersagt, ebenso die Nutzung von Sportanlagen für den Amateur- und Freizeitindividualsport. Lediglich weitläufige Außensportanlagen dürfen genutzt werden, allerdings auch nur von den Angehörigen eines Haushalts plus maximal einer weiteren Person. Ebenso geschlossen werden Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen. Geöffnet bleiben Friseursalons sowie Betriebe, die medizinisch notwendige Behandlungen erbringen. Hierzu zählen insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und medizinische Fußpflege.

Wie Erster Landesbeamter Christoph Schauder hierzu erklärt, ist es aus Sicht des Gesundheitsamtes auffällig, dass die seit 8. März erfolgten Lockerungen der Corona-Regelungen teilweise zu erheblichem Leichtsinn im beruflichen und privaten Umfeld geführt haben, der sich nun bereits deutlich im Infektionsgeschehen niederschlage. Es komme nun entscheidend darauf an, soziale Kontakte wieder auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. Die strengen Kontaktbeschränkungen auf Treffen mit maximal einer Person aus einem anderen Haushalt sowie die allgemeinen Corona-Regeln – Abstand, Hygiene und im Alltag Maske tragen – müssten jederzeit eingehalten werden, sowohl privat als auch im Beruf. „Hier steht jede und jeder einzelne in der Pflicht, sich am sprichwörtlichen Riemen zu reißen und zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beizutragen. Gerade vor dem bevorstehenden Osterfest muss ein weiterer, sprunghafter Anstieg des Infektionsgeschehens sowie eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden. Die Lage ist ernst“, sagt Schauder.

Quelle: Facebook/OB Wertheim,Markus Herrera Torrez

Durch die aktuelle Feststellung des Gesundheitsamtes werden im Rahmen der „Notbremse“ vorläufig nur diejenigen Maßnahmen in Kraft gesetzt, die das Land Baden-Württemberg bei einer Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen in Folge verbindlich vorschreibt. „Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung ist es aber auch möglich, dass bald weitere, gravierende Einschnitte notwendig werden. Es darf hier keine Denkverbote mehr geben“, erklärt Schauder.

Wie Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug ergänzt, geht der Landkreis aktuell von einer sehr ungünstigen Prognose aus, da in diesen Tagen große Mengen von PCR-Testungen im Zusammenhang mit den bekannten Infektions- und Verdachtsfällen stattfinden. Der Landkreis wisse insbesondere auch um die Belastungen, welche die erneute Schließung des Einzelhandels und der Einrichtungen aus dem Bereich der körpernahen Dienstleistungen für diese Branchen bringe. „Jedoch lassen uns die Vorgaben der Corona-Verordnung keine andere Wahl, als jetzt die Notbremse zu ziehen. Durch die frühestmögliche Kommunikation möchten wir den Betrieben wenigstens ein klein wenig Planungssicherheit geben, sagt Krug.“

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de

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1 Kommentar

  1. Ist klar das wieder zu gemacht wird.Aber warum sind die Verantwortlichen unfähig die Impfzentren sofort wieder am Freitag zu öffnen, nein man wartet bis Montag. Alle die das zu verantworten haben, die gehören bestraft, den jeder der geimpft werden könnte und sich infiziert geht auf diesen unfähigen Menschen ihr Konto.

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