Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 08.02.2017

Versammlungslage „Nationalpark Spessart“ – mehrere Veranstaltungen angemeldet – Polizei und Stadt Aschaffenburg bereiten sich gemeinsam vor

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der Stadt Aschaffenburg

ASCHAFFENBURG. Die Aschaffenburger Polizei bereitet sich derzeit intensiv auf eine Einsatzlage anlässlich mehrerer Versammlungen zum Thema „Nationalpark Spessart“ vor. Sowohl Gegner als auch Befürworter der Schaffung eines solchen Nationalparks haben für den kommenden Freitagmorgen Protestkundgebungen angemeldet. Den geplanten Besuch der bayerischen Umweltministerin, Ulrike Scharf, beim Landratsamt Aschaffenburg nehmen beide Gruppen zum Anlass, ihre Ansichten vor Ort kundzutun.

 

Eine Informationsveranstaltung für Amts- und Mandatsträger aus der Region war der ursprüngliche Grund für den freitäglichen Termin der Staatsministerin bei der Behörde in der Bayernstraße. Nach und nach gingen dann in den vergangenen Tagen mehrere Versammlungsanzeigen bei der Stadt Aschaffenburg ein. Diese sollen in Form von Kundgebungen vor dem Landratsamt sowie als Sternfahrt mit Traktoren ausgestaltet werden.

Sowohl für die Gruppe der Befürworter als auch für die Gruppe derer, die dem Nationalpark ablehnend gegenüberstehen, werden hierbei im Bereich vor dem Haupteingang des Landratsamtes entsprechende Freiflächen ausgewiesen, die für die jeweiligen Protestkundgebungen genutzt werden können.

Zu diesem Zweck müssen allerdings die Straßenzüge rund um die Behörde bereits ab 07:00 Uhr vom Durchgangsverkehr freigehalten werden. Von den Sperrungen betroffen sind die Bayernstraße, die Deutsche Straße und Teile der Friesenstraße. Die Ein- und Ausfahrt der Anwohner der angrenzenden Quartiere bleibt gewährleistet, ebenso das Freihalten von Not- und Rettungswegen.

Über die Kundgebungen vor dem Landratsamt hinaus stellen die drei angemeldeten Traktorkonvois in den Bereich des Landratsamtes eine Besonderheit dar, mittels derer die Nationalpark-Gegner ihrem Protest Ausdruck verleihen wollen. Aus rechtlicher Sicht sind auch diese Konvois Versammlungen, die einen hohen grundgesetzlichen Schutz genießen.
Für die Traktorkonvois sind drei verschiedene Anfahrtsrouten geplant. Die Abfahrt von den zugehörigen Sammelplätzen erfolgt bereits in den frühen Morgenstunden:

1.) Sammelplatz Obernau, Altenbachstraße (Route „orange“), Abfahrt 05:30 Uhr: auf der Staatsstraße 2309 durch Obernau, über die Obernauer Kolonie Einfahrt ins Stadtgebiet Aschaffenburg, vor der städtischen Feuerwehr rechts auf den Südring (in den Ringstraßen-Tunnel), auf der Ringstraße bis zur Ausfahrt Ludwigsallee, dort links in die Lindenallee, auf der dortigen Busspur entlang der Großmutterwiese, an deren Ende rechts in die Deschstraße, weiter entlang der Großmutterwiese bis in die Deutsche Straße, wo sich die Abstellplätze befinden.

2.) Sammelplatz Pendlerparkplatz an der B 26 beim Gewerbegebiet Weyberhöfe (Route „rot“), Abfahrt 05:30 Uhr: auf der B 26 bis zur Kreuzung „Stachus“ vor Hösbach, dort links in Richtung Hösbach-Bahnhof, durch das Ortsgebiet Hösbach-Bahnhof bis zur Abzweigung nach Schmerlenbach/Winzenhohl, hier rechts auf die Haibacher Straße, nach den Lebenshilfe Werkstätten in Schmerlenbach wiederum rechts auf die Schmerlenbacher Straße, dieser nach Aschaffenburg folgend bis zur Einmündung nach rechts in den Lufthofweg, an der Fasanerie den Lufthofweg entlang, an der Einmündung Elsässer Straße nach links in Richtung der Österreicher Kolonie. Dort lotst die Polizei zum Abstellort für die Traktoren in die Deutsche Straße, vermutlich von der Elsässer über die Österreicher Straße in die Deutsche Straße.

3.) Sammelplatz Limousinhof Mespelbrunn, Zur Hohen Warte (Route „blau“), Abfahrt 05:00 Uhr: auf der Staatsstraße 2312 über Straßbessenbach, Keilberg, vorbei am Gewerbegebiet „Beetacker“, durch den Kreisverkehr nach Hösbach-Bahnhof, von dort aus ab der Einmündung in Richtung Schmerlenbach/Winzenhohl identisch zur Route „rot“

Nach Ankunft der Kolonnen in der Deutschen Straße, die noch vor 07:00 Uhr abgeschlossen sein soll, wird der größte Teil der Schlepper entlang des Straßenverlaufs auf dem dortigen Seitenstreifen abgestellt werden. Die Fahrer und Mitfahrer haben auf diese Weise die Möglichkeit, fußläufig die Kundgebungsorte vor dem Landratsamt zu erreichen.

Durch die frühen Abfahrtszeiten sowie eine polizeiliche Begleitung aller Konvois, die auch die Verkehrsregelung durch Polizeibeamte an Kreuzungen, Einmündungen und Lichtzeichenanlagen beinhaltet, will die Polizei die Beeinträchtigung der Pendlerstrecken möglichst gering halten. Da derzeit mit der Teilnahme von insgesamt bis zu 200 landwirtschaftlichen Fahrzeugen gerechnet wird, werden Behinderungen im zeitig frühen Berufsverkehr allerdings nicht vollständig zu vermeiden sein. Verkehrsteilnehmer, die in diesem Zeitfenster terminkritisch unterwegs sind, werden gebeten, dies zu berücksichtigen.

Behördengänge zum Landratsamt Aschaffenburg sind während der gesamten Veranstaltungsdauer uneingeschränkt möglich, allerdings muss von einer erschwerten Parkplatzsuche im näheren Umfeld ausgegangen werden.

Die Polizeiinspektion Aschaffenburg wird ihre Maßnahmen darauf ausrichten, neben einer möglichst geringen Beeinträchtigung des Straßenverkehrs insbesondere einen reibungslosen Verlauf der Versammlungen zu gewährleisten. Hierzu appelliert die Polizei an die Teilnehmer, trotz aller emotionalen Betroffenheit dem Kerngedanken des friedlichen Protestes Rechnung zu tragen und während der Versammlungen auch untereinander ein faires und rücksichtsvolles Verhalten an den Tag zu legen.

Versuchter Einbruch – Wer hat die Verdächtigen gesehen?

GROSSOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Am frühen Sonntagabend haben Unbekannte versucht in ein Reihenhaus im Ortsteil Ringheim einzusteigen. Der Kripo liegen Hinweise auf ein verdächtiges Fahrzeug und zwei Personen vor. Wer sachdienliche Angaben machen kann, soll sich bitte melden.

In der Zeit von 14.20 Uhr bis 18.45 Uhr versuchten die Einbrecher über die Terrassentüre gewaltsam in das Anwesen in der Josef-Koch-Straße einzusteigen. Sie richteten Sachschaden in Höhe von rund 250 Euro an und wurden vermutlich bei ihrem weiteren Vorhaben gestört.

Im Zuge der sofort eingeleiteten polizeilichen Fahndung fielen Passanten zwei Männer auf, die auf einem Feldweg in Richtung Westring liefen. Einer der beiden war Mitte 40, 185 Zentimeter groß, hatte kurze, hinten und seitlich kahl rasierte Haare und eine athletische Figur. Bekleidet war er mit einem hellen Oberteil, dunkler Hose und ohne Jacke. Die zweite Person war etwas kleiner und komplett dunkel gekleidet.

Außerdem könnte ein in der Nähe des Tatorts abgestellter grauer Ford mit Offenbacher Kennzeichen eine Rolle gespielt haben. Wer Angaben zur Identität der Männer machen kann oder wer verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Pkw gemacht hat, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

Zwei BMW X6 aufgebrochen – Fahrzeugteile entwendet

DITTELBRUNN, LKR. SCHWEINFURT. Von Montag auf Dienstag haben Unbekannte in Dittelbrunn gleich zwei BMW X6 aufgebrochen. Die Täter entwendeten Fahrzeugteile im Wert von mehreren tausend Euro und entkamen mit ihrer Beute unerkannt. Die Polizeiinspektion Schweinfurt hat die ersten Ermittlungen übernommen und nimmt auch Zeugenhinweise entgegen.

 

Nach den bisherigen Erkenntnissen müssen sich die Pkw-Aufbrüche im Zeitraum zwischen Montagabend, 18.00 Uhr, und Dienstagmorgen, 09.45 Uhr, ereignet haben. Die beiden schwarzen X6 waren in einem Carport im Geißäckerweg bzw. vor einem Wohnhaus im Binsigweg abgestellt. Die Unbekannten schlugen jeweils Seitenscheiben ein und bauten anschließend unter anderem die Lenkräder und Bordcomputer aus.

Um die Pkw-Aufbrüche aufklären zu können, hofft die Polizei nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht zum Dienstag im Geißäckerweg oder im Binsigweg etwas Verdächtiges beobachtet hat, das mit den Pkw-Aufbrüchen im Zusammenhang stehen könnte, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-0 zu melden.

 

3,5-Tonner auf A 3 überladen – Fahrer spendet Kindergarten Teile der neuwertigen Fracht – Polizeibeamte helfen beim Abladen

HELMSTADT, LKR. WÜRZBURG. Am Dienstagnachmittag hat ein Kindergarten aus dem Landkreis Würzburg eine unverhoffte Sachspende erhalten. Ein Lkw-Fahrer, der mit einem überladenen Fahrzeug auf der A 3 erwischt worden war und abladen musste, verschenkte einen Teil seiner neuwertigen Fracht.

 

Personengruppe
v.l. POK Knobloch, Brigitte Sauer, Philippe Koumoth (Lkw-Fahrer), PM Kappelsberger; Foto: Polizei

Gegen 12:15 Uhr kontrollierten Beamte der VPI Würzburg-Biebelried einen 3,5-Tonner. Dabei stellten sie eine Überladung des Fahrzeugs von 720 Kilogramm fest. Der 51-jährige Fahrer aus Belgien wurde angezeigt und musste einen niedrigen dreistelligen Betrag zur Sicherung des Ordnungswidrigkeitsverfahrens hinterlegen. Außerdem untersagten ihm die Polizisten, so mit dem Transporter weiterzufahren.

Der Mann, der sich auf der Rückfahrt von der Spielwarenmesse in Nürnberg befand, hatte dort Holzmöbel und Spielgeräte für Kinder ausgestellt. Er kam dann auf die Idee, das Zuviel an Gewicht gleich bei einem Kindergarten in der Nähe abzuladen und die Artikel der Einrichtung kostenlos zu übereignen.

Die Beamten begleiteten den Transport deshalb nach Helmstadt zum Kindergarten St. Josef und halfen auch noch beim Abladen mit. Die Kindergartenleiterin nahm die hochwertig wirkenden Sachen gerne an.

Hochwertiger Mercedes entwendet – Kripo ermittelt

ALZENAU OT WASSERLOS, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Nacht zum Dienstag haben Unbekannte vom Hof eines Wohnanwesens einen hochwertigen Mercedes entwendet. Von dem Fahrzeug und den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat inzwischen die weiteren Ermittlungen übernommen und nimmt auch Zeugenhinweise entgegen.

Der schwarze Mercedes im Wert von mehreren zehntausend Euro war im Hof eines Wohnhauses in der Cranachstraße abgestellt und wurde dem Sachstand nach im Zeitraum zwischen Mitternacht und 07.00 Uhr morgens entwendet. Möglicherweise erfolgte der Diebstahl unter Ausnutzung des Keyless-Entry-Systems, mit dem das Fahrzeug ausgestattet war. Ursprünglich waren an dem Pkw die Kennzeichen AB-NG1004 angebracht. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Kennzeichenschilder nach dem Diebstahl ausgetauscht wurden.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat inzwischen die weiteren Ermittlungen übernommen. Um die Tat aufklären zu können, setzt der Sachbearbeiter nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

  • Wer hat in der Nacht zum Dienstag in Wasserlos verdächtige Personen oder ein verdächtiges Fahrzeug festgestellt?
  • Wer hat in der Cranachstraße etwas Verdächtiges beobachtet, das mit dem Diebstahl im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten?

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

Das Polizeipräsidium Unterfranken gibt Eigentümern von Pkw mit dem Keyless-Entry-System folgende Verhaltenstipps:

  • Parken Sie hochwertige Pkw nach Möglichkeit in einer verschlossenen Garage
  • Bewahren Sie die Schlüssel, inklusive der Ersatzschlüssel, in einer Schlüsselmappe oder ähnlichem mit Cryptalloy-Folie auf, diese verhindert die Ausbreitung des Funksignals
  • Eine nicht ganz alltägliche Aufbewahrungsmöglichkeit ist es, die Schlüssel in den Kühlschrank zu legen. Der Kühlschrank bietet eine sehr starke Abschirmung der Funksignale
  • Achten Sie auf fremde Personen oder Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen, die mehrmals langsam durch die Straßen „streifen“ und notieren Sie sich das Kennzeichen. Informieren Sie anschließend die Polizei
  • Achten Sie auch auf Personen, die Ihr Fahrzeug fotografieren. Dies kann bereits eine Vorbereitungshandlung für einen späteren Diebstahl sein. Hochwertige Fahrzeuge werden oft auf Bestellung gestohlen
  • Verwenden Sie Sicherungen die durch Eingriff in die Mechanik das Wegfahren des Fahrzeuges verhindern bzw. erschweren (z. B. Parkkrallen, Lenkradkrallen)

 

Raubüberfall auf Bäckerei – Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Mittwochmorgen hat ein bislang unbekannter Täter eine Bäckereifiliale überfallen und hierbei Bargeld erbeutet. Nach dem Täter wird aktuell (07:30 Uhr) mit einem Großaufgebot gefahndet. Die Ermittlungen vor Ort hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernommen.

 

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hat der Unbekannte gegen 06:30 Uhr eine Bäckereifiliale in der Aschaffstraße in Goldbach betreten. Er forderte eine Angestellte der Filiale umgehend zur Herausgabe von Bargeld auf. Hierbei erweckte er durch sein Verhalten den Anschein, eine Waffe mit sich zu führen. Nachdem die Angestellte dem Täter den Inhalt der Kasse in einer Bäckereitüte ausgehändigt hat, flüchtete dieser in unbekannte Richtung.

Nach Eingang der Mitteilung bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken wurden umgehend eine Vielzahl von Streifen der Polizeiinspektion Aschaffenburg sowie umliegender Dienststellen zur Einsatzörtlichkeit beordert. Diese fahnden aktuell nach dem flüchtigen Täter.

Der Mann kann wie folgt beschrieben werden:

  • 180 cm groß
  • 25-30 Jahre alt
  • muskulös
  • bekleidet mit schwarzer Sweatshirtjacke mit großer Kapuze, grau-brauner Schal, roter Stoffgürtel
  • sprach deutsch mit osteuropäischem Akzent

 

Die Ermittlungen vor Ort hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernommen. Diese hofft nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat im Bereich des Tatorts heute Morgen eine verdächtige Person beobachtet, auf welche die Beschreibung zutrifft?
  • Wem sind in der Aschaffstraße heute Morgen verdächtige Fahrzeuge aufgefallen?

 

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

Bei Antreffen einer Person, auf welche die Beschreibung zutrifft, bitten wir um umgehende Verständigung des Polizeinotrufes 110! Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Täter bewaffnet ist.

 

PP Unterfranken