Pressemitteilung: Drei Todesopfer nach Autorennen mit 150 km/h in der 30er-Zone – Anklage wegen verbotenem Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge

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Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen den 21-jährigen Omran H. Anklage vor einer Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und wegen Straßenverkehrsgefährdung erhoben.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeschuldigten zur Last, am späten Abend des 2. Februar 2021 einen von ihm ausgeliehenen 450 PS starken Sportwagen, in dem sich drei Mitfahrer befanden, bei schwierigen Straßen- und Sichtverhältnissen auf mindestens
150 km/h beschleunigt zu haben und mit dem Ziel, Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, durch eine 30er Zone in der Straße Am Treptower Park gefahren zu sein. Dort soll er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben. Der PKW berührte den Bordstein, kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Straßenbaum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto zerrissen, Fahrzeugteile kollidierten mit einem weiteren Baum, einem Schaltkasten und einem Abfallcontainer am Straßenrand. Ein Mitfahrer wurde beim Aufprall aus dem Auto geschleudert und erlag am Unfallort multiplen Knochenbrüchen und Organverletzungen. Ein Mann starb gleichfalls noch am Unfallort an aufprallbedingten Verletzungen. Ein weiterer Mitfahrer erlitt schwere Brandverletzungen, an denen er wenige Tage später im Krankenhaus verstarb. Der Angeschuldigte wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt.

Auf die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen den anfänglichen Nichterlass des Haftbefehls hin befand sich der bislang unbestrafte Angeschuldigte zwischenzeitlich in Untersuchungshaft, bis er im März 2021 gegen Auflagen vom weiteren Vollzug der Untersuchungshaft verschont wurde.

Steltner
Oberstaatsanwalt
Pressesprecher

Quelle : Berlin.de

Bilder: Titel Symbolbilder Berlin by Pixabay.com / Berlin.de

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