Klingt Horrormeldung? Angstmeldung? Entspannung?
Kann es sein? Ja oder doch nein! Ja was nun! Im März/April warnte uns der RKI Präsident Lothar H. Wieler bis zu 100 000 Infektionen am Tag. Nun haben wir bis zu 30 000 Infektionen am Tag. Er warnte auch das die Todeszahlen steigen werden und betonte, dass die Britische Mutanten Variante B.1.1.7 viel Gefährlicher sei und viel ansteckender und dadurch auch die Sterbezahlen steigen werden. Dies sagte er auf den Bundespressekonferenzen.
Jetzt mal Fakten:
Also wie wir wissen sind an den folgen von Covid-19 varianten über 70 000 Menschen in Deutschland gestorben. Nun da jetzt der Corona-Mutant B.1.1.7 (siehe Grafik unten) über 90% der Infektionen ausmacht, ist ja zu erwarten, das dieser gefährlichere Mutant zu mehr Todeszahlen führt. So wurde ja Prognostiziert. Die Inzidenzwerte wurde festgelegt und die Notbremse ab heute in ganz Deutschland gezogen.
Aber stimmt das?
Also, wie wir aktuell sehen und sagen können, sterben nicht viel mehr Menschen an Corona mit als mit dem Covid-19 Variante. Bis jetzt! Oder doch überhaupt nicht mehr? Es sieht sehr danach aus das sich die Zahlen nicht stark ändern werden. Die Infektionen die aktuell, auch durch die vielen Selbst- und Pflichttests, ansteigen erhöhen die Inzidenz, aber nicht die Todeszahlen. Seit Wochen schon ist es so ähnlich.
Fragen?
Also warum verschwindet die doch tödlichere Variante Covid-19 und wird durch die als mehrfach gefährlicher eingestufte Britische Varianten B.1.1.7 ersetzt? Werden also, wenn wirklich doch gefährlicher, die Todeszahlen um das mehrfache ansteigen?
Wie wird es sich mit dem Mutanten B.1.351 und P.1 verhalten?
Wir können es wirklich nicht beantworten. Wir können uns nur Wundern und Fragen stellen und hoffen das Sich das alles bald ändert und die Pandemie im Juli 2021 endet ( Wir berichteten ).
RKI zu Mutanten:
Übersicht und Empfehlungen zu besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvarianten (VOC)
Besorgniserregende Virusvarianten (variants of concern, VOC) sind Virusvarianten, die sich in ihren Erregereigenschaften wie beispielsweise der Übertragbarkeit, der Virulenz, oder der Suszeptibilität gegenüber der Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen relevant von den herkömmlichen Virusvarianten unterscheiden.
Übersicht
Die WHO und das ECDC listen derzeit folgende VOC, die sich weltweit in einigen Staaten mit großer Dynamik ausbreiten:
B.1.1.7 (20I/501Y.V1): Im Dezember 2020 berichteten britische Behörden von dieser neuen SARS-CoV-2-Virusvariante, die sich seit September 2020 in Großbritannien ausbreitet. Sie ist noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als die zuvor zirkulierenden Varianten und weist eine höhere Reproduktionszahl auf, so dass ihre Ausbreitung schwerer einzudämmen ist. Es gibt Hinweise darauf, dass sie mit einer erhöhten Fallsterblichkeit in allen Altersgruppen einhergeht. Hinweise auf eine substantiell verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe gibt es bislang nicht. Bei B.1.1.7 E484K handelt es sich um eine Sonderform der Variante, die mehrfach in Großbritannien nachgewiesen wurde, derzeit aber noch als selten gilt. Sie weist im S-Protein eine zusätzliche Mutation auf (E484K), die auch in den Varianten B.1.351 und P.1 auftritt (siehe unten) und das Virus unempfindlicher gegen bereits gebildete neutralisierende Antikörper macht. Deswegen wird vermutet, dass die derzeit erhältlichen Impfstoffe gegen diese Variante eine geringere Wirksamkeit aufweisen könnten.
B.1.351 (20H/501Y.V2): Über diese Virusvariante aus Südafrika wurde ebenfalls erstmals im Dezember 2020 berichtet. Mehrere Studien weisen auch darauf hin, dass Menschen, die mit der ursprünglichen Variante infiziert waren oder einen auf dieser beruhenden Impfstoff erhalten haben, weniger gut vor einer Infektion mit B.1.351 geschützt sind, da die neutralisierenden Antikörper, die das Immunsystem gebildet hat, gegen das veränderte Virus weniger wirksam sind. Auch für diese Variante wird eine höhere Übertragbarkeit diskutiert.
P.1 (20J/501Y.V3): Diese von der Linie B.1.1.28 abstammende SARS-CoV-2-Variante wurde erstmals im brasilianischen Staat Amazonas nachgewiesen und ähnelt in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante. Diese Variante weist bestimmte Mutationen wie E484K auf, die u.a. auch in B.1.351 präsent sind. Experimentelle Daten deuten auch für diese Variante auf eine reduzierte Wirksamkeit neutralisierender Antikörper bei Genesenen bzw. Geimpften hin. Eine erhöhte Übertragbarkeit wird ebenfalls als denkbar erachtet.
Weitere Virus-Linien wie z.B. B.1.525 stehen derzeit aufgrund ähnlicher Mutationen unter besonderer Beobachtung in der Molekularen Surveillance. Molekularbiologische Details zu den Varianten sind unter SARS-CoV-2: Virologische Basisdaten und Virusvarianten abrufbar. Karten zur internationalen Verbreitung stellt die Seite cov-lineages.org zur Verfügung.
Situation in Deutschland
Auch in Deutschland sind seit Dezember 2020 Infektionen mit diesen drei Varianten bekannt geworden. Das RKI veröffentlicht Auswertungen zu den VOC in Deutschland jeden Freitag im Situationsbericht und stellt regelmäßig ausführlichere Berichte zur Verfügung.
Am 24.12.2020 berichtete das Land Baden-Württemberg erstmals über einen Nachweis der Linie B.1.1.7. Seitdem hat sich B.1.1.7 rasch verbreitet und ist inzwischen die dominierende Variante in Deutschland. Viren der Linie B.1.351 sind in Deutschland ebenfalls nachgewiesen worden, aber deutlich weniger verbreitet. Die Linie P.1. wurde bislang nur bei vergleichweise wenigen Fällen in Deutschland nachgewiesen.
Die Variante B.1.1.7 erschwert die Pandemiebekämpfung aufgrund ihrer erhöhten Ansteckungsfähigkeit. Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten. Der Großteil der Bevölkerung ist jedoch noch nicht geimpft. Deshalb ist es umso wichtiger, die bekannten Regeln – Kontaktreduktion, mind. 1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Masken tragen und lüften – konsequent einzuhalten, um generell Übertragungen zu verhindern, die Ausbreitung der VOC zu verlangsamen und damit der Überbeanspruchung der Krankenhäuser und Gesundheitsämter entgegenzuwirken. Reisen sollten derzeit unbedingt vermieden werden.
Unter Berücksichtigung der Eigenschaften von B.1.1.7 hat das RKI seine Empfehlungen u.a. zum Kontaktpersonenmanagement und zur Entisolierung und angepasst. In den Dokumenten zur Diagnostik sind ebenfalls verschiedene Hinweise dazu zu finden. Siehe auch aktuelle Risikobewertung zu COVID-19 in Deutschland: www.rki.de/covid-19-risikobewertung
Wir hoffen das alles endlich endet!
.red. Ray,
Wertheim24.de