Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am (heutigen) Dienstag eine umfassende neue Cybersicherheitsstrategie für Niedersachsen beschlossen, um Niedersachsen gegen die wachsenden Bedrohungen aus dem digitalen Raum noch effektiver zu schützen.
Die Bedrohung im Cyberraum ist so hoch wie nie. Cyberkriminelle handeln zunehmend professioneller und unabhängig von territorialen Grenzen. Cybersicherheit kann vor diesem Hintergrund nur durch ein Zusammenwirken aller Beteiligten erreicht werden. Es handelt sich um eine gesamtstaatliche Aufgabe, die durch alle Akteure der Cybersicherheit auf allen Ebenen institutionalisiert und kooperativ bewältigt werden muss.
Die neue Cybersicherheitsstrategie des Landes Niedersachsen umfasst deshalb zwölf Handlungsfelder und bindet alle Beteiligten in Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft ein. Die Handlungsfelder sind:
- Intensivierung der Vernetzung der Cybersicherheitsakteure
- Staatliche Verwaltung und Kommunen
- Gefahrenabwehr- und Strafverfolgungsbehörden
- Spionage- und Sabotageabwehr
- Kritische Infrastrukturen sowie wesentliche und wichtige Einrichtungen
- Wirtschaft
- Öffentlich-Private Partnerschaften
- Förderung der digitalen Kompetenzen
- Awareness und Verbraucherschutz
- Fachkräfte
- Innovative Forschung und Entwicklung
- Nationale und internationale Kooperationen
Hierbei werden beispielsweise die staatliche Verwaltung, die Gefahrenabwehr- und Strafverfolgungsbehörden ebenso wie die Wirtschaft, der schulische Bereich oder auch die Forschung und Wissenschaft in Niedersachsen angesprochen. Intensivere Prävention und gesteigerte Fähigkeiten zum Erkennen und zur Abwehr von Cyberangriffen sind wichtige Maßnahmen, die die Landesregierung voranbringen will. Um dies zu erreichen, ist eine umfassendere und ganzheitliche Lagebilderstellung ebenso notwendig, wie die Nutzung von etablierten Informationsflüssen in Echtzeit. Neben der technischen Absicherung ist auch der souveräne Umgang mit technischen Systemen sowie eine durchdachte Incident-Response-Strategie von besonderem Belang. Darüber hinaus soll der Aufbau eines Cybersicherheitszentrums mittelfristig helfen, Cyberangriffe auf die Infrastrukturen der niedersächsischen Landesverwaltung zu verhindern.
Die niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, sagt: „Die Cybersicherheitsstrategie trägt dazu bei, das Cybersicherheitsniveau in Niedersachsen zu stärken und die Cybersicherheitsarchitektur resilient auszubauen. Es ist brandgefährlich, Cybersicherheit allein als lästige Aufgabe einer IT-Abteilung zu betrachten. Zur Cybersicherheit gehören nicht nur technische Maßnahmen. Es braucht zudem klare Richtlinien, Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine umfassende Resilienz-Strategie. Cybersicherheit muss Chefinnen- und Chefsache werden.“
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