Engagement stark machen: Grüne im Bundestag

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  • Knapp 30 Millionen Menschen engagieren sich bundesweit, bei Feuerwehr und THW, in Gewerkschaften und Archiven, in soziokulturellen Einrichtungen und Naturschutzzentren, im Sport und in Hospizen.
  • Ihr Beitrag ist unschätzbar wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, unser Dank gilt ihnen allen. Darunter sind gut sieben Millionen Menschen, die Leitungs- oder Vorstandsfunktion wahrnehmen und das bürgerschaftliche Engagement vieler erst möglich machen.
  • Im Rahmen unserer Aktion „Engagement stark machen“ haben viele Abgeordnete der grünen Bundestagsfraktion Vereine und Initiativen überall in Deutschland besucht.

Engagement stark machen

Im Oktober und November 2022 besuchten viele Abgeordnete der grünen Bundestagsfraktion Vereine und Initiativen in ihren Wahlkreisen. Sie konnten sich ein Bild von dem unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen machen, die mit viel Freude und Kreativität ihrer Arbeit nachgehen. Beeindruckt hat der Zusammenhalt der Engagierten und was sie auf die Beine stellen.

Engagement in Krisenzeiten

Die Corona-Pandemie hat das freiwillige Engagement auf eine harte Probe gestellt: Bestehende Probleme wie das Halten und Gewinnen langfristig Aktiver haben sich verschärft. Ein typischer Satz: „Vor Corona 50 Jugendliche im Café aktiv, im März, als es wieder anfing, quasi niemand da”. Es mussten Angebote wie Schwimmkurse entfallen, andere komplett umgestaltet oder in den digitalen Raum verlegt werden.

Doch diese Krise hat auch gezeigt, was alles möglich ist: Auf einmal wurden seit langem benötigte Computer kurzfristig beschafft oder überkomme Strukturen hinterfragt und neu organisiert. Einige berichten, dass das Ansehen in der Bevölkerung durch die erfahrene Unterstützung gewachsen ist und darüber neue Mitstreiter*innen gefunden werden konnten.

Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die rasant gestiegenen Energiepreise sind immer mehr Menschen etwa auf Tafeln oder Unterstützung durch die Geflüchtetenhilfe angewiesen. Verschärfend kommt hinzu, dass einige Kommunen die Mittel kürzen müssen und Spenden ausbleiben.

Herausforderungen im Engagement

Aus Untersuchungen bekannte Herausforderungen des bürgerschaftlichen Engagements bestätigten sich: Viele Ehrenamtliche wünschen sich eine dauerhafte und einfacher zugängliche finanzielle Unterstützung sowie eine deutlichere Würdigung ihrer Arbeit. Sehr vielen geht es um das – auch politische – Mitgestalten. Das zeigt einmal mehr wie wichtig die, auch im Koalitionsvertrag verankerte, Überarbeitung des Gemeinnützigkeitsrechtes ist. Die Unsicherheit, wie sehr sich (auch) politisch geäußert werden darf, sollte behoben werden. Das Demokratiefördergesetz ist ein wichtiger Schritt, die Förderung von durch den Bund geförderten Projekten langfristiger auszulegen.

Wandel im Engagement

Viele Engagierte wollen sich inzwischen seltener langfristig an eine Organisation oder Aufgabe binden und stattdessen projektbezogen aktiv werden – das betrifft alle Altersgruppen. Das führt zu mehr Verantwortung bei Ehren-/Hauptamtlichen sowie Hauptberuflichen – wenn es letztere denn gibt.

Erforderlich sind passende Angebote auch für ein kurzfristiges, aktionsbezogenes Engagement. Im ländlichen Raum droht das Engagement zusätzlich durch fehlende Mobilität ausgebremst zu werden: Es ist leicht nachvollziehbar, dass zum Beispiel Kinder- und Jugendparlamente viel besser funktionieren, wenn ein Fahrservice zu den Treffen angeboten wird.

Wir Grüne im Bundestag setzen uns dafür ein, die Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements zu verbessern und werden die Erfahrungen der Aktion „Engagement stark machen“ in den am 1. Dezember 2022 von Bundesministerin Lisa Paus gestarteten Prozess zur Erarbeitung einer Engagementstrategie des Bundes einbringen.

Original Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen

Bilder Quelle: Pixabay / Copyright Bündnis90/Die Grünen

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